Meine gastronomische Reise ins Hotel Adlon nach Berlin

Bibi Horst By Posted on 8 Min. Lesezeit

Ich reiste auch dieses Jahr mit Freude zur Fashion Week nach Berlin und ins Hotel Adlon.
Wenn Engel reisen :-)…
mich erwartete an diesen Tagen ein Königswetter mit stahlblauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen.

Berlin, Mode und das Adlon

Ich freue mich immer sehr auf Berlin, diese pulsierende Metropole, die Fashion Highlights und die wunderbar vertraute Atmosphäre des Adlon.
Dieses besondere Hotel ist in den letzten Jahren für mich ein fester Bestandteil von Berlin und ganz viel meiner persönlichen Quality Time geworden.

Rückzug und bewegte internationale Welt

Hier genieße ich den Rückzug und die Ruhe in meinem Zimmer mit dem stoischen Blick auf das Brandenburger Tor genauso, wie das internationale Publikum und das bewegte Rundum Programm des Hotels, was mich jedes Mal erneut in seinen Bann nimmt.

Wenn ich vor dem Eingang beim Aussteigen aus dem Taxi meinen Fuß auf den roten Teppich setze, fühle ich mich zurückversetzt in alte Zeiten und fast als Akteurin in den Filme mit Mario Adorf.

Dann erblicke ich die vertrauten Uniformen der Mitarbeiter, die noch bis heute eins zu eins nach alten Originalen geschneidert werden, und ich tauche endgültig ein ins traditionelle Adlon Flair. 

Die Modewelt trifft sich im Adlon und die Bloggerin Bibi Horst berichtet über ihre Tage im Adlon während der Berliner Fashion Week.

Die Modewelt trifft sich im Adlon und die Bloggerin Bibi Horst berichtet über ihre Tage im Adlon während der Berliner Fashion Week.

Berliner Fashion Week im Adlon

Natürlich war das Adlon auch diesmal Teil des Mode Zirkus mit der besonderen Modenschau von Anja Gockel und weiteren Fashion Aktivitäten,

worüber ich ja schon eingehend in vergangenen Blogposts berichtet habe.

Die Modewelt trifft sich im Adlon und die Bloggerin Bibi Horst berichtet über ihre Tage im Adlon während der Berliner Fashion Week.

Gastronomie Reise im Adlon

Bei diesem Aufenthalt setzte ich jedoch meinen Fokus auf die Gastronomie des Hotels und hatte vor, meinen Gaumen mal in diesen Tagen so richtig zu verwöhnen.

Und gerade gastronomisch bietet mir das Adlon ja wirklich genügend Möglichkeiten, denn das kulinarische Angebot ist innerhalb des Hotels vielfältig und abwechslungsreich.

Breakfast ist ein Must-Have

Ich bin ja ein Intervallfaster mit Breakfast-Cancelling, doch im Adlon muss ich einfach immer eine Ausnahme machen.
Morgens setze ich mich auf der Belle Etage direkt ans Geländer und genieße es, beim Essen dem regen Treiben in der Lounge zuzuschauen.
Ich lasse mir die zahlreichen Cooking Stations, gesunden Vital Müslies und das à la Carte Angebot mit meinem Lieblingsomelette mit frischen Gartenkräutern definitiv nicht entgehen.

Auch mein komplizierter Wunsch nach einer besonderen Grüntee Mischung wird lächelnd und souverän entgegengenommen.

Die schon beim Einchecken gewählte Tageszeitung liegt zwar immer an meinem Platz bereit, doch meistens komme ich gar nicht zum Lesen.

Bistro Quarré

Das Bistro Quarré ist für mich das ideale Bistro zum Lunchen, im Winter innen mit mediterran rostfarbenem Flair mit Blick auf das Brandenburger Tor, im Sommer draußen direkt am Pariser Platz mit dem Multi-Kulti Treiben, quasi zum Anfassen, im Preis inbegriffen.

Serviert wird ehrliches Handwerk aus der Berliner Küche mit lokalen & regionalen Brandenburger Spezialitäten, aber auch nationale & internationale Klassiker – stets modern interpretiert.

Es ist schon fast Tradition, dass ich, am Mittag nach meiner Ankunft, mit der wunderbaren Sabina Held, Director Public Relations, im sehr mediterran anmutenden Quarré lunche und wir über Gott und die Berliner und Münchner Welt plaudern.

Diesmal fiel meine Wahl auf ein leichtes Meeresfrüchte Risotto mit Wildkräuter Salat und ich habe es genossen, genauso wie die selbst gemachten Leckereien zum abschließenden Kaffee.

Kempinski-Ladies in red

Am Nachmittag standen die ersten Termine in Punkto Mode an und dank des Wetters verzichtete ich auf Taxi und U-Bahn und schlenderte zu Fuß durch die sonnige Stadt Berlin.

Ich wunderte mich über die Ballung an hübschen Ladies in red im Hotel, bis ich erfuhr, dass es Grund zum Feiern gab.

Diese in Rot gekleideten Kempinski-Botschafterinnen, die sich in allen Häusern mit Haut und Haaren dem Wohl der Gäste widmen, feierten in dieser Woche ihr 10 jähriges Bestehen.

Wenn das mal kein Grund zum feiern ist…

Abendessen im Sra Bua

Nicht rot aber mundend ging es am Abend dann mit gutem Essen und bester Gesellschaft, dank meiner Berliner Freundin Barbara, weiter und ich freute mich über die menschliche und asiatisch kulinarische Begegnungen im Sra Bua.

Ich bin bei meinen Berlin Besuchen immer Stammgast hier, nicht weil es Teil des Adlons ist, sondern weil ich es sehr mag.

It’s Apero Time

Wir begannen den Abend an der Restaurant Bar, die genauso stylisch eingerichtet ist, wie das ganze Restaurant, und an alkoholischen, wie anti-alkoholischen, Drinks zum Einstieg keinen Wunsch offen lässt.

Die Location, von der Straße und intern vom Adlon aus zu betreten, setzt im Interieur einen gelungen Kontrast zur Tradition des Hauses und verbindet die Geschmacksvielfalt Asiens mit dem modernem europäischen Flair.

Kai Weigand verwöhnt die Gäste

Beim Essen trafen die feinen Zutaten der Gerichte auf aufregende Geschmacksnoten.
Ich liebe dort die Wahl aus vielen kleinen Gerichten, um in den Genuss der Speisekartenvielfalt zu gelangen.

Auch das ‘Ruam Gan Menü’ ist übrigens ein Versuch wert und einleitend dürfen bei mir nie die warm gesalzenen Edamame fehlen, nach denen meine Freundin Barbara auch ganz süchtig wurde.

Team hinter den Kulissen

Die Kochkunst von Kai Weigand&Team ist eine Symbiose aus japanischer Produktperfektion, chinesischer Küchenphilosophie, thailändischer Aromatik und europäischen Einflüssen.

Ich lerne das junge und dynamische Team des Sra Bua Restaurants hinter den Kulissen und am Ort seines Schaffens kennen und war von der Lockerheit und Gastfreundlichkeit genauso begeistert, wie vom Service.

Was und Wie auf dem Teller

Wir genossen an diesem Abend nicht nur die Gaumenfreuden, sondern auch das Fest für Auge und Nase, denn das ‘Was’ auf dem Teller war mindestens genauso überzeugend wie das ‘Wie’.

Auch die Weinkarte übertraf in Auswahl und Qualität unsere Erwartungen in einem asiatisch ausgerichteten Restaurant.

Barbara war zum Abschluss des Abends genauso angetan wie ich und wir verabredeten uns hier schon für meinen nächsten Berlin Besuch wieder.

Gute Nacht und kulinarische Träume

Mit letztem Blick auf das beleuchtete Brandenburger Tor vom Bett aus und köstlichen asiatischen Gedanken fielen mir dann, spät in der Nacht, glücklich die Augen zu.

Besuch bei Hendrik Otto im Lorenz Adlon Esszimmer

Es gibt bei mir tatsächlich auch noch im Adlon Premieren, und dazu gehörte diesmal der Besuch bei Hendrik Otto und seiner 2 Sterne Küche.

Erlebt habe ich ihn und sein Team zwar schon während der Küchenparty im Sommer, ich berichtete ausführlich darüber, doch im Lorenz Adlon Esszimmer war ich an diesem Donnerstag Abend zum ersten Mal.

Gediegene Gemütlichkeit im Lorenz Adlon Esszimmer

Das Restaurant befindet sich auf der Belle Etage, es ist sehr atmosphärisch mit offenem Kamin, das Interieur elegant und der Blick aufs beleuchtete Brandenburger Tor gewaltig.

Ich war gespannt auf mein, von Hendrik Otto zusammengestelltes, Überraschungsmenü, auf das ich mich gerne einließ, da ich an sich, außer frischen Austern, alles gerne esse und auch vertrage.

Geschrieben standen auf der Menükarte 6 Gänge, doch mit verschiedenen Grüßen aus der Küche wurde es zur wundervollen ‘never ending cooking story’.

 

Kulinarischer Hochgenuss

Es würde den Rahmen dieses Blogposts sprengen, wenn ich jetzt detailliert auf jeden Gang, mit natürlich passender Weinbegleitung, eingehen würde, auch wenn es jeder einzelne verdient hätte.

Das Essen war ein Hochgenuss, dabei bildeten raffinierte und ausgefeilte Gaumenfreuden eine besondere Symbiose mit der Kunst des Anrichtens, ganz gleich ob Fisch, Fleisch oder vegetarische Gänge.

Erwähnenswert fand ich den einleitenden Brotkorb gefüllt mit heißen Steinen.
So konnte ich die selbst gebackene Brötchen Variation während des ganzen Abends warm mit den verschiedenen Haus-Dips genießen.

Erste Auster mit 56

Dem Charme des Restaurantleiters geschuldet, wagte ich an diesem Abend bei Hendrick Otto meine erste Auster und sie war tatsächlich köstlich und sicher nicht die letzte in meinem Leben.

Blumen auf dem Schokoladenbaum

Bei den verschiedenen Desserts am Ende wurden meine süßen Sinne nochmals auf äußerste stimuliert.
Als dann noch am Tisch flambiert wurde und mitten im Winter auf dem Schokoladenbaum Blumen wuchsen, hätte ich Hendrik Otto am liebsten vor Entzücken geküsst.

Menschliche Wärme trotz Sterneküche

Es gab keinen Moment an diesem Abend, in dem nicht Magen und Augen simultan angefeuert wurden.

Doch mein besonderes Highlight bildete im Lorenz Adlon das Team rund um den Restaurant Leiter Oliver Kraft und den Sommelier Hans-Martin Konrad.
Ist man doch in den Restaurants der Haute Cuisine eher einen sehr distanzierten Service, manchmal sogar auch zu viel des zuvorkommenden Guten gewöhnt, war ich hier sehr angenehm überrascht.

Das zwischenmenschliche Flair war von einer herzlichen und dem Anlass angemessen ‘familiären’ Note geprägt, viel profundem Wissen über Weine und Inhalte der Speisen, aber dazu einem charmant offenen Ohr und Herzen für die Belange jedes einzelnen Gastes.

Hier wurde geplaudert und gescherzt, persönliche Überraschungen ins Menü eingebaut und geduldig Weine zum Probieren serviert.

Erst jetzt verstand ich, die Bedeutung von Lorenz Adlons ‘Esszimmer‘, denn die Menschen hier schafften es tatsächlich, dass wir Gäste uns fühlten wie im eigenen Zuhause….
nur da fehlt mir in der Küche leider ein Hendrick Otto.

Dieses Zusammenspiel aus Gourmet Freuden, Augenschmaus, menschlicher Wärme und Geborgenheit, machten diesen Abend rundum zu etwas ganz Besonderem,
danke Hendrik Otto & Team!

Erst Wellness dann Tea Time

Am Freitag genoss ich nach meinem ersten Termin in Sachen Mode am Gendarmenmarkt dann im Hotel den schönen Wellness Bereich.

Ich stimmte mich im Pool und in der Sauna entspannt auf die, mich am Nachmittag erwartende, traditionelle Tee Zeremonie ein.

Traditionelle Tee Zeremonie

Ich freute mich sehr, nochmals mit Sabina Held am Nachmittag die traditionelle Tee Zeremonie in der Lounge des Adlon zu erleben, übrigens die zweite Premiere bei diesem Aufenthalt.

Durch die mehrstündige Zeremonie führte uns Kerstin Reiner, eine wundervolle Frau, die in Namibia aufgewachsen ist und in Sri Lanke ihre Ausbildung als offizielle ‘Tea Sommelier & Tea Master’ absolviert hat.

 

Children’s tea time

Auch unsere Kinder hätten an dieser Tee Zeremonie ihre größte Freude, sie bekommen auch extra Gedecke, Leckereien und natürlich ausgefallene Kindertees.

Alles rund um den Tee

Kerstin Reiner servierte uns nun nach und nach die verschiedensten frischen und getrockneten Tee Kreationen und erzählte uns dazu immer spannende Geschichten.

Ob Verveine, Oolong superieur, Classic English oder Morgentau, schon der Geruch verwöhnte die Sinne und machte Lust aufs Trinken. Salzig und Süß zum Tee

Dazu bekamen wir Süß und Salzig die passenden Leckereien kredenzt, vom kalten Hund, über Muffins und Scones mit selbst gemachten Marmeladen, Schoko-, und Vanille Creme, kleinen Berlinern, Liebesknochen, Windbeuteln oder klassisch englischen Sandwiches mit unterschiedlichsten Inhalten.

Natürlich passten sie immer perfekt zur jeweiligen Teesorte und es ergab ein stimmiges Gesamtkunstwerk.

Das Highlight bildete am Ende ein flambierter Hefekuchen in Strohrum und Zucker getaucht nach altem Seefahrer Rezept und einer Englisch-Karibischen Legende.

 

Welch beeindruckende gastronomische Reise ins Hotel Adlon in Berlin gehen zu Ende.

Ich fahre zurück nach München, habe sicher einige hart erarbeitete Kilos mehr im Gepäck, zusammen mit ganz wundervollen Eindrücken von großen Geschmackserlebnissen, einer einzigartigen Location und ganz besonderen Menschen.

Ich verlasse ein Hotel, dass für mich längst ein Stück Zuhause geworden ist und in das ich mich jedes Mal wieder aufs Neue ein wenig verliebe.

Diesmal ging meine Adlon Liebe durch den Magen, vielen Dank!

 

 

Eure Bibi

P.s. Wo die Liebe den Tisch deckt, schmeckt Essen am besten.

 

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(Ich danke dem Adlon für einige Fotos hier in diesem Beitrag)

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3 Comments
  • rena.spain
    Januar 26, 2020

    Da ist man ja schon beim Hinsehen satt. So liebevoll durchdacht und praesentiert. Aber das ist eben Adlon, welches ich ebenso wie Berlin, leider noch nicht kenne. Gerne wuerde ich einen Besuch in der chicen Bar starten und anschliessend dinner im Lorenz Esszimmer geniessen und im Bistro Quarre lunchen. Die Teezeremonie wuerde ich auch nicht auslassen, um mehr ueber Tee und deren Zeremonie zu erfahren. Ein Spabesuch und danach ab ins Bett in diesem gemuetlichen Zimmer, wuerden den Tag wunderbar ausklingen lassen.

  • Gerd
    Januar 27, 2020

    Die Fotos sind ja ganz große Klasse. So muß ich wohl meine Koffer packen…, will Frollein Adlon auch kennenlernen. Einzigartig aber das letzte Foto, die junge Dame mit dem Rosenstrauß. Die kenne ich irgenwoher, welches Schloß oder welcher Film was das noch gleich?

  • Sabine Melbig
    Sabine Melbig
    Januar 27, 2020

    Liebe Bibi, der neue Blog ist wunderschön zu lesen. Man hat das Gefühl, dass man mit dabei war und dieses herrliche Hotel selbst erlebt hat. Sie vermitteln sehr anschaulich, wie das Adlon das Traditionelle mit dem modernen verbindet. Die ansprechenden und geschmackvollen Bilder untermauern dies noch zusätzlich. Auf alle Fälle ein unbedingter Anreiz beim nächsten Berlinbesuch ins Adlon zu gehen.
    Herzliche Grüße

    Sabine

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