Eine Reise an die Côte d’Azur

Eine Reise an die Côte d‘Azur

Schon als Kind reiste ich gerne mit meinen Eltern an die Côte d’Azur, erinnere mich noch wie heute an die besonderen Düfte in Grasse, die langen Strände und schöne Menschen in Cannes, die viele Kunst und Antiquitäten in Nizza und unglaublichen Yachten in den großen Häfen dieser Küstenregion.

Mein Mann erlebte mit seiner Familie ähnliches und rief dieses Fleckchen Erde vor einigen Monaten mal wieder in Erinnerung.

So entschieden wir, im September dieses Jahres nach Cap d’Antibes zu reisen.

Gerade zu dieser Zeit wurde es langsam etwas ruhiger an der Küste, auch das Klima erlebten wir als sehr angenehm und das Meer lud noch zum Baden ein.

Cap d’Antibes

Eine beschaulich gelegene kleine Halbinsel an der Côte d’Azur, auf der wir uns, während unserer abendlichen Spaziergänge, vorbei an den prachtvollen alten Villen rund um unser Hotel, direkt irgendwie zuhause fühlten.

Cap d’Antibes trennt das angrenzende lebendige Städtchen Antibes mit liebevoller Infrastruktur von Juan-les-Pains, einem eleganten Resort mit lebhaftem Nachtleben und dem legendären Jazz-à-Juan-Musikfestival.

Die Männer spielten wie vor hundert Jahren auf den sandigen Plätzen Pétanque und die Frauen saßen auf den Bänken und schauten zu, genau wie es schon früher in meinen Kindheitserinnerungen war.

Hotel du Cap-Eden-Roc

Geprägt wird diese Region vom Hotel du Cap-Eden-Roc, einem sehr besonderen Hotel, das wir beide bisher nur vom Hören und Sagen kannten und das eine unglaubliche Geschichte prägt.

Ursprünglich hieß es Villa Soleil, wurde 1863 private Residenz und Refugium für Schriftsteller, öffnete erst 1870 seine Pforten als Hotel, musste dann harte Zeiten durchlaufen bis es 2012 von der Oetker-Gruppe übernommen wurde.

Hier wird Privacy groß geschrieben und wir Gäste aus aller Welt genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit des Resorts, die wunderschönen Gebäude mit großer Parkanlage, die besondere Küche, und die traumhafte Lage mit eigener Felsenküste.

Ausflüge ins Umland

So schön und erfüllend Cap d’Antibes auch ist, so lockten uns doch auch kleine Tripps an die Küste bis Monte Carlo und ins zauberhafte Hinterland.

Mit einem Mietwagen ließen wir die kommenden Tage so alte Erinnerungen an die Cote d’Azur mit den Eltern wieder neu aufleben.

Wir erkundeten bei schönstem Wetter und offenem Verdeck die Gegend, genossen das Flair der Häuser und Straßen dort und kehrten abends in landestypische Restaurants ein, wie das für Bouillabaisse bekannte ‚Le Bistro du Port` in Juan Vallouris mit Blick auf seinen romantischen Hafen.

Saint-Paul-de-Vence 

Es begrüßte uns ein mittelalterliches Städtchen mit malerischen Gassen, alten efeuumrankten Häusern und bunt lackierten Fensterläden und wunderbarem Ausblick auf die Küste.

Saint-Paul-de-Vence erlebten wir als einen Ort zum Träumen, der nicht umsonst bereits viele Künstler beherbergte, die sich von der märchenhaften Stimmung der Stadt und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur vezaubern ließen und dort wohl auch die ein oder andere Inspiration erhielten.

Ich verliebte mich direkt am Anfang in das zauberhafte und ganz auf den provenzalischen Stil ausgerichtete Einrichtungsgeschäft ‚Mémoire de famille‘, was ich gar nicht mehr verlassen wollte…

Kunst-Hotel La Colombe d’Or

Ein sehr besonderers Hotel…

Und beim Durchschlendern durch seine kunstbestückten Räume bekamen wir erste Einblicke in die unglaublichen Schätze, die genauso ein Muss für jeden Kunstfreak sind, wie die zahlreichen kleinen Galerien im Ort und das Grab von Chagall.

Wir nahmen auf der zauberhaften Gartenterrasse des Hotels unseren Lunch zu uns und ließen die vielen Eindrücke dieses magischen Städtchens Revue passieren.

Vence

Auch der kleine Ort Vence, wenige Fahrminuten entfernt, versprühte diesen besonderen südfranzösischen Charme.

Er lud zum Bummeln, Einkehren und Wohlfühlen ein und kam uns aufgrund der wenigen Touristen im Vergleich zum sehr lebendigen Saint-Paul-de-Vence plötzlich geradezu ausgestorben vor.

Cannes

Cannes präsentierte sich uns so, wie wir es als Kind in Erinnerung hatte… viele Beach Clubs, breite Promenade, schicke Geschäfte, dicke Autos und viele junge trendige Menschen.

Wir freuten uns über das zu dieser Zeit gerade stattfindende Yachting Festival mit den neuesten Riva-Boot-Kreationen (nicht mehr in Holz), der Kunst-Ausstellung von Agnès Varda im Malmaison und dem Abendessen im angesagten Restaurant Le Moka.

Cannes Strandbäder

Edel und weiß präsentieren sich die zahlreichen Beach Clubs entlang Cannes Strände.

Mittags nahmen wir natürlich einen Lunch im Strandbad Majéstic Barriere zu uns und
schauten dem regen Treiben auf der Promenade und dem Meer zu.

Nizza

Nizza durchfuhren wir etwas schneller auf dem Weg nach Monte Carlo.

Auch hier schien gefühlt mit der Palmenallee, dem Salade Nicoise, dem Hotel Negresco, den alten Villen, den Marchés aux puces und der edlen Shoppingmeile an der Küste die Zeit stehen geblieben zu sein.

Nur die Biennale des Arts de Nice und die Schilder des bereits stattgefundenen Jazz-Festivals holten uns in die Gegenwart zurück.

Am Hafen aßen wir eine Kleinigkeit zu Mittag und blickten fasziniert auf die zwei Welten von mondänsten Yachten und dahinterliegenden alten Häusern.

Villefranche-sur-Mer

Ebenfalls beim Vorüberfahren entdeckten wir, vor Nizza gelegen, die malerische Hafenstadt Villefranche-sur-Mer mit ihrem zauberhaften Panorama, ihrem urigen Charakter und ihrer faszinierenden Geschichte.
Mit seinen farbenfrohen Häusern, die zwischen bewaldeten Hügeln und dem türkisblauen Meer eingebettet sind, sowie den steilen blumengeschmückten Gassen der Altstadt und vornehmen Gebäuden ist dieser Badeort eine kleine Augenweide.
Die zwei Häfen von Villefranche sind von vier idyllischen Stränden umgeben, die nach dem Sightseeing zum Entspannen und lecker essen einluden.
Sogar das Restaurant ‚La Mere Germaine‘ war noch da, was es schon seit 1938 gibt und Micki als kleiner Junge mit seinen Eltern regelmäßig besuchte.

Monte Carlo

Am Mittag kamen wir in Monte Carlo an, doch hier erinnerte uns leider nichts mehr an frühere Besuche…

Die Stadt präsentierte sich uns als eine einzige Baustelle, durchzogen von Tunneln und zunehmend beängstigend enger Bebauung.

Wir erlebten die Stadt unglaublich hektisch, komprimiert und zur Schau getragen…. sodass selbst passionierte Auto- und Schiffsliebhaber wie wir es sind, schon nach kurzer Zeit die Ferraris, Lamborghinis oder ‚Azzams‘ dieser Welt etwas überhatten.

Auch ein nur kurzer Rundgang im legendären Casino sollte reichen.

Wir verzichteten vielleicht auf den großen Gewinn, aber statt ‚rien ne va plus‘ zog es uns nach einem Kaffee im Hotel de Paris lieber zurück in unser beschauliches Antibes.

Eine Reise an die Cote d’Azur…

Es war eine zauberhafte Zeit mit Neuentdeckungen, zu denen wir zurückkehren möchten.
Genauso haben wir wundervolle Kindheitserinnerungen an diese Region wieder aufleben lassen, die in unseren Köpfen und Herzen noch lange nachwirken werden.

 

Eure Bibi

p.s. Niemand ist perfekt, doch der Franzose ist ganz nah dran…

 

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