Corona… Ich lasse mich nicht von Dir unterkriegen!

Es ist pietätlos in Zeiten von Corona weiter über Mode oder Lifestyle zu bloggen…
Von diesen angreifenden Nachrichten erreichten mich und viele andere Blogger Kolleginnen einige in den letzten Tagen und ich habe mich entschlossen, dazu Stellung zu nehmen.

Corona, ein unbekannter Dämon

Corona ist furchtbar und nicht fassbar, hat mein privates und berufliches Leben seit Wochen immer fester im Griff.

Dieser unbekannte Dämon schürt große Ängste und gefährdet viele Existenzen, macht mich angreifbar und bedroht Leben, vor allem für Menschen aus Risikogruppen.

Die Tragweite ist dazu noch unüberschaubar, jeden Tag kommen neue Hiobsbotschaften und Sanktionen, dazu viele unbeantwortete Fragen, gerade auch für die Berufswelt.

Corona ist existent, beherrscht meinen neuen Alltag und auch ich persönlich kann einen kleinen Teil dazu beitragen, die Ausbreitung auf kurz oder lang in den Griff zu bekommen.

Verantwortungsbewusstes Handeln in Corona Zeiten

Verantwortungsbewusst agieren durch Vermeidung von Menschen und möglicher Ansteckungen ist mir dabei genauso wichtig, wie meine persönliche Gesundheitsprävention gerade jetzt, um mein Immunsystem möglichst stark und widerstandsfähig zu erhalten.

Gesunde Ernährung, gezielte Nahrungsergänzungsmittel, verstärkt Sport und Bewegung an der frischen Luft helfen mir tagtäglich dabei.

(und von Hamburg kann ich beim Sport wenigstens träumen, das verbietet mir keiner…)

Gute mentale Verfassung für ein gutes Immunsystem

Aber nicht nur die körperliche Verfassung entscheidet über meine intakten Widerstandskräfte in diesen Krisenzeiten.
Auch meine Psyche ist beim Auftreten von vielen Krankheiten, auch beim Corona Virus, das Zünglein an der Waage.

Und nichts greift mein Seelenheil mehr an als Angst, Unsicherheit, Verzweiflung und Pessimismus.

Dazu werde ich in den Medien minütlich mit neuer Dramatik und Untergangstimmung konfrontiert, allarmierende Gespräche mit anderen, ob auf der Straße oder am Telefon, lassen dann den Pegel meiner Unsicherheit noch ins Unermessliche ansteigen.

Schwarz tragen, statt Schwarz sehen…

Jetzt kann ich mich weiter in diese Ausnahmesituation hinein steigern und die schlechten News nicht auf einem, besser noch auf mehreren Kanälen, simultan in mich aufsaugen.

Ich kann noch mehr Krisen Small Talks halten, mich und andere in Solidarität bedauern und mich  zielorientiert immer weiter mental herunter ziehen… ob mit Mundschutz oder ohne!

Ich gebe in dieser Zeit die Gedanken und das Engagement für so, zugegebenermaßen momentan unwichtige und nicht existentielle Dinge auf, um mich ausschließlich in der trüben Gedankenwelt zu suhlen.

Und am Ende kann ich so erfolgreich eine überaus fruchtbare Erde züchten, auf der Corona, genauso wie andere momentan kursierende Krankheiten, einen wunderbaren Nährboden finden.

Vielleicht würde ich so einigen Kritikern gerecht, doch nicht mir und meiner Auffassung von persönlichem Krisenmanagement.

Mein Krisenmanagement

Gewissenhafte Aufklärung… ja!, verantwortungsbewusstes Handeln… natürlich!, Hilfe, wo andere Menschen jetzt in Not sind… wird bereits täglich praktiziert!,
doch beim monochromen Schwarzmalen lege ich mein Veto ein, nehme stattdessen bewusst ganz viel bunte Stifte zur Hand und male die grauen bedrohlichen Wolken über mir in vielen knalligen Farben an.

Gerade in dieser Zeit halte ich nicht inne und blase im Kollektiv Trübsal.
Ich mache stattdessen bewusst mit den bisherigen und auch schönen Dingen in meinem Leben weiter, produziere mir so ganz viel eigenen Optimismus und noch mehr Lust auf eine baldige Zukunft ohne Corona.

Dieses Verhalten ist, jetzt und für mich ganz persönlich, selbsterhaltend und notwendig, schließt aber genauso ganz viel Respekt, Hochachtung und Mitgefühl ein für die großartigen Menschen, die an der Front die wirklich wichtige Arbeit leisten und die so viel Dank verdienen.

Kreativität lenkt ab und macht gute Laune

Meine nicht stillstehende Kreativität und Schaffensfreude verleihen mir mentale Kraft, die mir hilft, auch diese Krise, wie bereits schon viele andere kleine in meinem Leben, gut zu überstehen.

Genau dieses Verhalten ist nicht pietätlos, sondern pietätvoll, denn ich möchte mir und anderen mit meinen ’schokoladigen‘ Visionen kleine Momente der Ablenkung, des Glücks und der Hoffnung bescheren, nicht mehr und nicht weniger.

Gefühl der Zusammengehörigkeit

Auch jedes Unglück hat seine zwei Medaillen und so hat uns Corona viel Leid gebracht, doch uns Menschen, ob arm oder reich, alt oder jung, weiß oder schwarz, auch wieder auf eine ganz seltsame Weise in ein großes gemeinsames Boot gesetzt, in dem wir achtsam auf uns und andere aufpassen.

Es ist ein wundervoller Zustand der Zusammengehörigkeit entstanden, der Achtsamkeit und Fürsorge, der im normalen Alltag ohne Corona vor lauter sozialer Geschäftigkeit und beruflichen Ambitionen oft in Vergessenheit geraten ist.

Plötzlich haben wir ganz viel Zeit, zum Loslassen und Ankommen, zuhause im Kreise unserer Lieben.

Corona … Ich lasse mich nicht von Dir unterkriegen und bleibe jetzt erst recht verantwortungsbewusst und optimistisch.

Aber natürlich bleiben meine Gedanken und Gebete bei den vielen Betroffenen, die erkrankt sind oder um ihre Existenz bangen müssen, aber auch bei den aufopfernden Helfern und Organisatoren an der Front…

 

Eure Bibi

p.s. Andrà tutto bene…. die Italiener haben eine bewundernswerte Lebenseinstellung, die ich mir zu gerne tagtäglich zu eigen mache.

 

 

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