Rückblick… Mein Jungbrunnen Ayurveda

2 Kommentare zu Rückblick… Mein Jungbrunnen Ayurveda

Rückblick… Mein Jungbrunnen Ayurveda

Einige Wochen sind vergangen seit unserem Ayurveda Aufenthalt in Südtirol, über den ich im vorherigen Blogpost berichtet habe.
Ich blicke zurück, aber ich blicke auch nach vorne, denn die Kur hat mir gut getan und mich motiviert, zum Teil auch dauerhaft in mein Leben zu integrieren.

Ayurveda ist eines der ältesten Heilsysteme der Welt und ist eine Stoffwechselwissenschaft.
Es wird davon ausgegangen, dass Gesundheit aus einem guten und gesunden Stoffwechsel entsteht und das somit letzterer eine zentrale Rolle spielt.
Stoffwechsel (Sanskrit Agni) wird im Ayurveda nicht „nur“ auf den Magen-Darm-Trakt bezogen (wie es beispielsweise F.X.Mayr tut aber auch diverse andere alternative gesundheitskundliche Methoden).
Es ist vielmehr ein ganzheitlicher Gesundheits-Ansatz für Körper und Seele, der auf bestimmten und vom jeweiligen Menschentypus abhängiger Ernährungs- aber auch Lebensform basiert.

Diese Medizinheilkunst wird in Indien als Allgemeinmedizin verwendet und ist sogar von der WHO anerkannt.
Ayurveda ist sicher kein gehypter ‚esoterischer Quatsch‘, um die Umsätze in den Hotels in die Höhe zu treiben, sondern eine ernstzunehmende indische Wissenschaft.

Meine Erfahrungen nach meiner 4-wöchigen Ayurveda-Kur

Ich habe eine vierwöchige Ayurveda-Kur hinter mir, 2 Wochen stationär und 2 Wochen ein- und ausleitend zu Hause:

Mal innezuhalten, achtsam in mich hinein zu horchen und mehr über mich selbst, meinen Körper aber vor allen Dingen auch meine Psyche zu erfahren, wirkt ab und an Wunder.
Und welch großen Einfluss meine mentale Verfassung auf meine körperliche Gesundheit und mein Altern hat, war für mich die spannendste und nachhaltigste Erfahrung bei dieser Kur.
Mich jetzt nach den vier Wochen zu beobachten, meine Haut, meine Figur, meinen Darm, meine innere Power und mein Rundum-Wohlbefinden, bereitet mir wohlige Gefühle.
Die gereifte Überzeugung, dass gesund essen ein Gleichgewicht ist aus gesundem Essen aber eben auch einer bewusst gesunden Beziehung und Einstellung zum Essen.
Genauso das Wissen, dass ich als Vata-Pitta Typ behutsam auf mein seelisches Gleichgewicht achten muss, damit mein Stoffwechsel Agni lodern kann und ich gesund, fit und schlank bleibe im Alter.

Die Doshas bestimmen über meine Gesundheit

Die Gewissheit zu haben, welche Doshas ich von der Veranlagung her in mir trage, war genauso spannend wie mein, zu dem Zeitpunkt der Kur, viel zu hohes Vata und Pitta und meinen womöglich damit in Zusammenhang stehenden Beschwerden.
Ich war fasziniert, wie genau diese zu hohen Vata/Pitta-Werte aufgrund einer Ernährungsumstellung (ohne je zu hungern) aber auch bewusster Ruhe und regelmäßigen Massagen gesenkt werden konnten.
Ich bin der klassische Vata-Typ (mit einigen Pitta-Einflüssen), wie übrigens sehr viele Städter im Zeitalter der Hektik und Schnelllebigkeit.
Der Vata-Mensch ist offen, begeisterungsfähig, kreativ, liebt Veränderungen, ist aktiv und lernbereit.
Aber genauso ist er ständig unter Strom, kann schlecht Nein sagen, ist nervös, manchmal ängstlich, mutet sich viel zu viel zu, zu selbstkritisch und oft perfektionistisch und hat nicht selten Verdauungs- und Schlafstörungen bis hin zu depressiven Momenten.
Das zu verstehen, es kritisch bei mir selbst und in meinem Leben zu hinterfragen und für die Zukunft bereit sein, Dinge zu verändern und anzupassen, war für mich der wichtigste Erfolg meiner Kur.

Warnsignal richtig verstehen

Nach meinem überaus bewegten Jahr 2022 und einem 2023, das gleich zu Anfang mit einem Fahrradunfall und gebrochenem Arm begann..
War es ein mir vielleicht vom Schicksal auferlegtes Warnsignal oder sogar Stoppschild?
Ein Zeichen, um mit fast 60 endlich einen Gang runter zu schalten, nicht mehr die Welt bewegen zu müssen und die Kraft im ‚weniger ist mehr‘ wahrzunehmen?
Diese Ayurveda Kur hat mir gezeigt, wie viele Ressourcen immer noch in meinem Körper schlummern, aber auch was mein ‚Dauerstrom’ und stets ‚everybodys darling’ anrichten kann.
Was ich durch bewusste und auf meinen konstitutionellen Typ angepasste Ernährung und Lebensform noch aus mir herausholen kann…
Aber auch klar wo meine Grenzen liegen und worauf ich achten muss, um diese nicht mehr zu überschreiten.

Wer glücklich sein möchte, muss lachen

Im Treppenhaus des Hotels Engel hing ein üppig gold gerahmtes Bild, auf dem geschrieben stand: ‚Das Glück kommt zu denen die lachen.
Sind es nicht genau diese Momente des Lachens und des Ausgelassenseins, die unser Leben lebenswert machen aber auch zu mehr Wohlbefinden verhelfen?…
Weniger ‚ich muss noch’ aber mehr ‚ich möchte oder ich wünsche mir’ und sogar manchmal ein liebevolles‚ was ich heute kann besorgen, wartet auf mich auch noch bis morgen’ auf den Lippen.
Zeit um gerade jetzt und in meinem zunehmenden Alter noch achtsamer die schönen Momente zu sammeln, um beim Spaziergang vielleicht sogar die Schmetterlinge tanzen zu sehen.
Bewusst diese Augenblicke wahrzunehmen, weil es dafür keine Repeat-Taste gibt…
Ayurveda möchte nichts anderes, als uns helfen, diese Schmetterlinge mit Muße und gesunden Vatas zu erleben und zwar möglichst oft und intensiv…

Was packe ich in meinen Koffer zu einer Ayurveda-Kur?

In diesen Kur-Tagen steht der Pegel auf Auszeit, Natürlichkeit, baumelnder Seele und 5e gerade sein lassen…

*Viel Homewear, Fell-Hausschuhe und Yoga Outfits
*Einige gute Bücher
*Bequeme Kleidung wie Jeans, Shirts, Sweater, Mokassins und Sneaker, ein paar Blusen für abends
(Achtung, in Kurhotels ist es immer tendenziell sehr gut geheizt!)
*Cashmere-Stola für über alles drüber
*Kleine weiche lässige Crossbody-Tasche für den Tag und eine zum Wechseln für abends.
*Tagebuch für die vielen Denkanstöße und neuen Erkenntnisse
*Schachtel, um möglichst das Handy während der Kur oft wegzusperren
*Badesachen
*Spaziergeh-, Wander- und Walking Ausrüstung mit dickem Mantel, Mütze, Schal, festem Schuhwerk und Regenjacke
*Sonnenbrille und Sonnencreme
*Im Winter Spikes für die Schuhe
*Haargummis
*Genügend Slips, es wird abgeführt.
*Peelings, gute nährende Kosmetik
*Meine täglichen Medikamente, wenn nötig (Nahrungsergänzungsmittel gibt es während der Kur)
*Kopfhörer und entspannende Musikalben in der Mediathek des Handys
Zu Hause lassen:
*Vorurteile, falsche Eitelkeiten und anstrengende Begleitpersonen
*Stress und Termine
*Make-Up
*PC und TO-DO-Liste
*Schmuck
*aufwendige Handtaschen und Outfits, Pumps und der Gedanke von ’sehen und gesehen werden‘
Ayurveda hat mich und meinen Körper berührt und zum Nachdenken angeregt.
Eine neue Denk- und Lebensart, die es wert ist, mal in meine eher schulmedizinisch und europäisch geprägten Alltag eintauchen zu dürfen.
Sie stupste mich sanft und unaufdringlich an in diesen letzten Wochen und jetzt liegt es an mir, was ich aus diesen Erkenntnissen und Selbst-Erlebtem in mein weiteres Leben mitnehmen möchte…
Mein Mann und ich schauen liebevoll zurück, denn wir möchten noch mehr darüber erfahren und diesen sehr positiven Effekt für Körper und Seele am liebsten noch lange konservieren.
Wir haben entschieden, vielleicht sogar schon in diesem Jahr aber spätestens im nächsten, unserem Vata, Pitta und Kapha einen erneuten Besuch abzustatten und uns nach ihrem Befinden zu erkundigen.
Denn wir sind nie zu alt, neue Erfahrungen zu machen und diese vielleicht sogar als Chance zu sehen, unseren dritten Lebensabschnitt positiv zu beeinflussen.

Wer A sagt, sagt auch B

Ich habe bereits, nach den positiven Erfahrungen der letzten Wochen, einiges umgesetzt und in meiner Denke und Routine verändert:

Bei allen Vorsätzen geht es darum, meinen Vata-Typus, den Stress und Exzesse sehr belastet, krank, alt und dick macht, auf moderatem Niveau zu halten und Ausschläge zu vermeiden.

*So werde ich mich vom 18:4 Intervallfasten und Breakfast-Cancelling weitgehend verabschieden und wieder drei geregelte Malzeiten zu mir nehmen.

*Die kalten Mahlzeiten durch warme ersetzen, leiber Gemüse statt riesige Salate oder Porridge statt kaltes Müsli.

*Abends keine Rohkost mehr.

*Besser kauen und mehr Ruhe beim Essen, kleinere Portionen auf dem Teller helfen dabei.

*Auf Rind- und Schweinefleisch weitgehend verzichten, genauso wie auf Weizen, Industriezucker und Kuhmilchprodukte (lieber Ziege und Schaf).

*Statt Chili, Salz und Pfeffer mehr mit Curry, Kurkuma, Kreuzkümmel, Knoblauch oder Kardamon würzen.

*Den 2. und 3. Capuccino durch ayurvedischen Kaffee mit aufgeschäumter Barista Hafermilch ersetzen.

*Sport und Bewegung weiterhin viel, gerne auch ein Sonnenbad, aber moderater, weniger exzessiv und schweißtreibend.

*Nach dem Essen meiner Leber mit einer relaxten Viertelstunde und einer Wärmflasche etwas Ruhe gönnen.
*Ob ich es schaffe, mir mein Multitasking abzugewöhnen und mein Handy öfters durch ein Buch zu ersetzen, wird die Zeit zeigen…

Rückblick… Mein Jungbrunnen Ayurveda

Wir hatten den Mut und die Muße, unsere Komfortzone zu verlassen und uns auf etwas Neues einzulassen,
um noch mehr Gesundheit, Jungbrunnen und Freude in unser Leben zu lassen.
Und nur wer wagt, hat auch die Chance zu gewinnen!
Eure Bibi
P.s. Um klar zu sehen reicht eine Veränderung der Blickrichtung.
Eventuelle Werbung im Text und Bild ist rein privater Natur!

2 Kommentare

  1. Liebe Bibi – Du Herzensmensch-

    Ich bin sehr glücklich und freue mich, dass ich ich Dich auf dieser ayurvedischen Reise ein kltzekleines Stückchen begleiten durfte. ( Kann man das so sagen?) Einen herzlichen Gruß und ein Namaste aus der alten Heimat! Britta💕

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert