Zur Fashion Week in Berlin entführte mich mein Mann ins Hotel Adlon, ich freute mich doppelt, denn ich war schon ewig nicht mehr in unserer pulsierenden Hauptstadt und das Adlon kannte ich nur aus Filmen und Erzählungen.
Trotzdem war ich skeptisch, ist mir das Adlon zu alt-eingesessen, behäbig und nicht mehr zeitgemäß, vor allem in einer so sportlich modernen Stadt wir Berlin?
Das Hotel Adlon Kempinski, im Ortsteil Mitte, unweit des Brandenburger Tors gelegen, ist sicher eins der luxuriösesten und bekanntesten Hotels in Berlin.
Es wurde am 23. August 1997 eröffnet und folgt der Tradition des im Oktober 1907 eröffneten ursprünglichen Hotels Adlon, das 1945 ausbrannte und später bis auf einen Seitenflügel abgerissen wurde, der noch bis 1984 stand. (Auszug aus Wikipedia)
Bei der Ankunft empfingen uns auf dem roten Teppich bereits mehrere Portiers in Schwarz, die uns Gepäck und Auto abnahmen und ins Innere geleiteten.
Die Rezeption war opulent und baulich sehr interessant, doch mein Blick entglitt auf die hübsche Mitarbeiterin in Uniform, die mich an die Filme mit Mario Adorf erinnerte und schlagartig in alte Zeiten zurück versetzte.
Auch die restliche Lounge, sehr weitläufig mit angrenzender Shopping Area und mehreren Rezeptionen, wirkte im samtigen Bleu und Senfgelb und riesigem tierverziertem Steinbrunnen in der Mitte opulent bis leicht überladen, was dem regen Multi Kulti Trubel dort aber gar nichts auszumachen schien.
Der Spiegel schrieb einst bei der Eröffnung des Adlons, und mir scheint dies sehr passend formuliert, ‚dass die Innenarchitekten sich alle Mühe gaben, Luxus sinnlich erfahrbar zu machen, in einem üppigen Raum, förmlich satt an Kunstgegenständen, an schweren, kostbaren Stoffen und an teurem Stein und Metall’… und die Klavierklänge aus dem schwarzen Flügel fügen sich allabendlich wunderbar ein in dieses Bild der alten Zeiten.
Ich versuchte schon von Berufes wegen einen Einrichtungsstil zu ermitteln, doch das Interieur folgt keinem einheitlichen Stil, sondern führt, auch hier zitiere ich den Spiegel, ‚Höhepunkte der abendländischen Architekturgeschichte zusammen‘, aber, und das sage jetzt ich, schafft die Gratwanderung und wirkt klassisch konservativ, statt altmodisch und kitschig.
Erstaunt war ich über die modernste Technik, ob bei der Logistik, der Klimatisierung, der Beleuchtung, beim Internet oder im Spa Bereich und alles funktionierte zur Perfektion.
Über ein großes weißes Treppenhaus mit traumhaft schöner Glaskunst und langen Fluren gelangten wir in unser Zimmer…
Wer den Aufzug nahm, kam in den Genuss der Etagenanzeige nach alter Manier, ich schaute immer wieder hin, wie sich der Pfeil nach rechts und links bewegte, einfach old fashion!
Unser Zimmer war sehr schön und geräumig, stilvoll mit allem was das Herz begehrt eingerichtet und ausgestattet, die Qualität, ob Betten, Klimaanlage oder sanitäre Anlagen hervorragend und das liebevoll, sogar mit Schminkbereich ausgestattete Bad, war das I-Tüpfelchen.
Auch der urbane Ausblick, vom kleinen Balkon aus, auf einen aufwendig gestalteten Innenhof gefiel uns sehr.
Beim Anblick des silbernen Bilderrahmens auf unserer Kommode musste ich schmunzeln… und wieder gab es ein flash back…
Am ersten Abend nach unserer Ankunft waren wir müde und wollten nur noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen, so setzten wir uns auf die Terrasse des hoteleigenen Restaurants Quarré mit atemberaubenden Blick auf das Brandenburger Tor.
So bekamen wir an diesem Abend schon viel vom Berliner Flair mit, Menschenströme verschiedenster Nationalitäten zogen genauso an uns vorbei, wie Polizeiaufgebote, große Karossen oder Rikschas.
Wir aßen eine Currywurst mit Pommes, mäßige Qualität, aber ein gelungener Kontrast zum edlen Hotel und witzig in alte Zeitungen gewickelt, dazu ein kühles Bier…
uns ging es wunderbar und wir genossen den ausklingenden ersten Tag in Berlin.
Nach einer sehr erholsamen Nacht, man vernahm auch kaum etwas von den anderen Zimmern und Gästen, freuten wir uns auf das interkontinentale Frühstück auf der Empore des Hotels mit schönem Blick in den Innenhof und auf den gesamten Eingangsbereich des Hotels.
Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass das Frühstück, ob von der Ambiente bis Anrichten, Angebot und Qualität der Speisen, das beste Frühstück war, was mein Mann und ich je in einem Hotel genießen durften.
Dazu mehrere Cooking Stations, an denen wir uns jeden Morgen unter anderem ein pochiertes Ei bestellten, sehr schmackhaft und eine Augenweide in einem alten verzierten Glasschälchen serviert.
Am Abend, nach einem turbulenten Modetag und wundgelaufenen Füßen, freute ich mich auf den Spa Bereich des Hotels, der sich mir für ein Cityhotel wirklich gut ausgestattet und sehr geschmackvoll präsentierte.
Der Gym Bereich verfügt über gut sortierte und modernste Geräte, ein schöner Saunabereich mit allem was so dazu gehört und ein traumhafter Pool mit Jakuzzi und Ruhebereich luden zum Verbleiben ein und ließen den stressigen Tag vergessen.
Wir haben 5 Tage in Berlin und im Hotel Adlon verbracht und es waren wunderbare Tage in einer interessanten Stadt und einem wunderschönen Hotel.
Die bestechende Citylage, das Flair von vergangenen Zeiten kombiniert mit modernster Technik und exzellentem Service, ein bunt gemischtes Publikum aus Alt und Jung und sämtlichen Nationalitäten, eine immer anregend herrschende Geschäftigkeit und Internationalität, dazu ein liebevoller Hauch von Noblesse …. hat uns gut gefallen und wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier.
Ach ich vergaß, noch auf meine skeptische Eingangsfrage zu antworten:
‚Ja, das Adlon ist für mich noch zeitgemäß, alles andere als alt und gerade in einer so sportlichen und hektischen Großstadt wie Berlin ein wunderbarer Ort, um mich verwöhnen zu lassen und die vergangenen Zeiten in Mark und Herz zu spüren, genauso wie das zarte Gefühl von Bedeutsamkeit.
Danke an Berlin, danke ans Hotel Adlon und bis zum nächsten Mal!
Eure Bibi
p.s. Danke liebe Anna… sie war wie ich im Adlon, war genauso begeistert und schwärmte noch vom exzellenten hoteleigenen Limousinenservice vom und zum Flughafen.
•WERBUNG DURCH FIRMENKENNZEICHNUNGEN IM TEXT UND VERLINKUNGEN!•
Liebe Bibi,
ja das Adlon….. Wir besuchten es am letzten Wochenende anlässlich unserer Silberhochzeit sös Geschenk von mir an meinen Mann. Es lässt keine Wünsche offen und auch wir logierten zum Innenhof. Der Aufzug mit dem schönen alten Detail war auch mein Favorit. Ich habe fast die gleichen Bilder aufgenommen. Der Limousinenservice vom Flughafen ist auch sehr sehr gut, wie eigentlich alles. Ja, wir werden wiederkommen❤️❤️❤️.
Eine tolle Reportage liebe Bibi, vor allem, wenn man gerade dort war.????
Liebe Grüsse
Anna