Wien, eine Liebe für immer

Blogpost über Wien und das Hotel Sacher von Bibi Horst

Wien, eine Liebe für immer…

Wir sind große Österreich-Fans, lieben von München aus natürlich das nahe gelegene Tirol, aber genauso die zurückgezogene Steiermark oder Salzburg und Umgebung.

In diesem Jahr haben wir Wien nochmals neu für uns entdeckt.

Nur weniger als zwei Stunden von unserem eher stillen und in sich gekehrten Domizil in der Steiermarkt entfernt, ist es für uns eine wunderbar großstädtische Abwechslung.

Corona bedingt mussten unsere Kinder ihren Oster-Besuch bei uns leider absagen und so ergab sich der perfekte Moment für einen Trip nach Wien.

Wie schön endlich mal wieder die Aura der Kreativen, wie Vivaldi, Beethoven, Mozart oder Sigmund Freud, zu spüren…

Sacher, eins der schönsten Hotels der Welt

Für uns ist und bleibt das legendäre Hotel Sacher, mitten im Zentrum direkt gegenüber der Wiener Staatsoper, eins der schönsten Hotels der Welt.

In keinem uns bekannten Hotel wird ‚klein aber fein‘ so zelebriert wie hier.

Schon beim Vorfahren, als der in traditionell dunkelroter Uniform gekleidete Concierge zuvorkommend unsere Wagentüre öffnete, begann unsere wundersame Wiener Zeitreise.

Wir verließen schlagartig die Gegenwart und stressigen Gedankenkarusselle und kehrten ein ins 19. Jahrhundert der einstigen Familie Sacher.

Hotelflair der besonderen Art

Jede Ecke dieses besonderen Hotels genauso wie der einzigartige Service nach altem Schlag ließen uns mehr und mehr eintauchen in die Zeit um 1832.
Nur die gepflegte Unversehrtheit des edlen und stilvollen Interieurs von damals und der unglaubliche Duft des menschengroßen Schokoladenei’s im Entrée ließen auf die fleißigen Hände der jetzigen Eigentümerfamilie Gürtler schließen.

Nach dem Motto: ‚Die Vergangenheit gibt uns Sicherheit, die Zukunft offenbart uns Chancen, die wir nützen‘, wurden uns während unseres Aufenthaltes auf angenehmste und edelste Weise viele dieser antiken Sacher-Momente geschenkt aber genauso neueste digitale Technologie ermöglicht.

Wer alte Meister mag und im Sacher wohnt, hat das Museum direkt mit-gebucht.
Ich konnte mich gar nicht satt sehen an dieser alten Schloss-Kunst.

Die Prominenz wohnt im Sacher

Der Weg zum Check-In führte uns durch die opulente rote Lounge an Sacher’s Ahnengalerie vorbei, einer Bilderwand voller Aristokraten, Politiker, Businessmagnaten, Künstler und interessante Menschen des öffentlichen Lebens…

Sie alle waren einmal stolze Gäste des Sachers, genau wie wir heute… nur dass wir sicher kein Teil dieser Fotosammlung werden.

Jedes Zimmer hat seinen Charme

Die Zimmer und Suiten sind alle unterschiedlich und sehr aufwändig gestaltet.
Wir wohnten in der roten Celan und wurden mit den farblich passenden Rosen und köstlichen ‚Sacher-Würfeln‘ stilvoll begrüßt.
Mein Designer-Herz schlug nicht nur bei der roten Tapete im Dior-Stil Purzelbäume, ich sog all die vielen liebevollen Details des Hotels geradezu auf während unseres Aufenthalts.

Die eigens von Sacher kreierte Bad-Kosmetik mit seltenem Duft nach feinster Schokolade verführte uns schon beim Duschen und Hände Waschen…zum Anbeißen sozusagen!

Königlich frühstücken

Das elegante Frühstück, bei dem uns im weißen Marmorsaal oder grünen Jagdzimmer jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde, stimmte uns an den Morgenden königlich auf die zauberhafte Innenstadt und diversen kleinen Ostermärkte von Wien ein.

Ostern im Sacher

An Ostern ließen wir uns natürlich den Haus-Cocktail in der Blauen Hotel-Bar genausowenig nehmen wie die Hauben-Kreationen der Chefköche Stolzer/Gahleitner in der Roten Bar begleitet von romantischen Piano-Klängen und interessantem internationalem Publikum.
Dass wir zufällig auch noch Freunde aus München im Sacher trafen, freute uns besonders.

Schlange stehen für die Sachertorte

Wir mussten immer lächeln über die langen Menschenschlangen vor dem Sacher-Café, um ja auch noch eine Sachertorte in der traditionell ausgefütterten Holzschachtel zu ergattern…. was wäre Wien ohne diese edle Köstlichkeit!

Auch Wien ist eine Reise in die Vergangenheit

Nicht nur das Hotel Sacher, auch die Stadt Wien, vor allem der 1. Bezirk, ist eine besondere Reise in frühere Zeiten.

Die Straßen sind unglaublich sauber und die Fassaden der vielen Prachtbauten sehen allesamt aus wie frisch renoviert (fast so, als hätte es dort nie Krieg gegeben.)

Statt lautem Autochaos lauschten wir dem romantischen Hufe-Klappern der Pferdekutschen auf dem Kopfsteinpflaster, die die entzückten Touristen durchs Zentrum chauffierten.

Seltsame Gelassenheit in Wien

Im Unterschied zu vielen anderen Großstädten dieser Welt, bleibt Wien, trotz der vielen Besucher, immer gelassen und fröhlich.

Die vermeintliche Arroganz, die den Wiener vorauseilt, spürten wir nicht.
Stattdessen begrüßte uns aller Ort ein wohlerzogener und zuvorkommender zwischenmenschlicher Umgang und ich als Frau genoss natürlich die vielen ‚Küsse die Hand Madame-Gesten‚ der Wiener Gentlemen sehr.

Gepflegtes Interieur

Nicht nur die Fassaden, auch die Hinterhöfe und Treppenhäuser zeigten sich von ihrer allerbesten Seite.

Liebevoll dekoriert, bepflanzt und gepflegt strahlten sie allesamt eine wundersame Ruhe und Schönheit zum Detail aus.
Besonders verliebt haben wir uns in das Treppenhaus eines Altbaus mit antikem Jugendstil-Aufzug und Hollywoodschaukel.

Wetter in Wien

Leider bekamen wir das eher schlechte und kühle Wien-Wetter zu spüren, doch die eleganten Sacher-Regenschirme bewahrten uns vor dem Nasswerden und gaben unserem Outfit sogar den letzten Wiener Schick.

Für Wien lohnt es sich allgemein, immer einen sturmsicheren Knirps, etwas Wolliges und viel Sonne im Herzen im Koffer zu haben, um auch für die eventuellen Winde bestens gewappnet zu sein.

Aber auch über ein paar schicke Kleider freut sich der Wiener, er ist zwar nicht modisch aber dafür mit viel Sinn für Schönes ausgestattet.

Kunst und Kultur in Wien

Für uns Kunst und Kulturliebhaber ist Wien also geradezu ein Eldorado.

So freuten wir uns besonders über die interessante Ausstellung ‚von Monet bis Picasso‘ in der Albertina.
Ein wunderbarer Zufluchtsort nicht nur als Schutz vor dem kräftigen Regen an diesem Tag.

Die vielen interessanten Museen von Wien hier einzelnd aufzuführen, würde den Rahmen dieses Blogposts sprengen, doch lohnend sind sie alle.

Wien musiziert

Auf den Besuch in der impulsanten Wiener Staatsoper mussten wir diesmal aus zeitlichen Gründen verzichten, doch diesen holen wir bereits im Juni dieses Jahres nach, genau wie ein Besuch in einem kleinen Wiener Volkstheater.

(Dazu ein Geheimtipp einer lieben Wienerin:
Wer am Opernabend auswärts essen möchte, geht am besten entweder vorher gegen 17.00 ins Casino Restaurant oder nach dem Konzert in die Rote Bar des Sachers, die ihre Küche extra für diese Anlässe länger aufhält.)

Shopping in Wien

Auch meine Shopping-Leidenschaft kam in Wien natürlich nicht zu kurz.

Hier herrscht eine wunderbares Treiben aus bekannten Labels liebevoll wienerisch verpackt und individuellen Boutiquen, ob im Graben, Kohlmarkt oder diversen Stichstraßen.
Das Amicis gehört zu meinen absoluten Lieblingen, bei dem ich es nicht schaffte, ohne Tüte den Laden zu verlassen.
Diesmal wurde ein oranger Wollmantel zum Objekt der Begierde.

Aber auch traditionelle Geschäfte mit Wiener Silber, edlen Wohntextilien, Bleikristall-Leuchtern oder antiken Büchern sind hier in Wien immer ein Besuch wert.

Shopping-Pausen

Eine Shopping-Pause im Schwarzen Kameel ist genauso ein Muss wie bei Demel, um sich mit den süßen Köstlichkeiten des ehemaligen k.u.k. Hofzuckerbäckers zu verwöhnen.
Bei letzterem kann man übrigens einen Blick in die Schaubackstube werfen und den Backmeistern bei der Kreation ihrer Meisterwerke über die Schultern lugen.

Wer hingegen zufällig im Kaufhaus Steffl unterwegs ist, könnte direkt mittags einen Abstecher aufs Rooftop machen und beim Lunch die wunderschöne Aussicht genießen.

Schlemmen in Wien

Gut essen gehört in Österreich und natürlich auch in Wien zur Selbstverständlichkeit.
Grund genug, um bei Anreise eher die weiteren Hosen in den Koffer zu packen.

Ob eher angesagt im stylischen Do&Co mit Blick auf den Stephansdom oder im Casino Restaurant zu dinieren, traditionell wienerisch im Ofenloch und der frommen Helene einzukehren oder elegant romantisch wie im 19. Jahrhundert in Sacher’s Roter Bar zu speisen… hier wird uns Touristen die Qual der Wahl geboten.

Ausflug in und um Wien

Aber auch ein Ausflug ins zauberhafte Wiener Umland darf nicht fehlen.
Hier warten auf uns die Schlösser Schönbrunn und Belvedere, bei schönem Wetter gerne auch eine Schiffsfahrt auf dem Donaukanal (mit oder ohne 3Gänge Menü) oder für uns im kommenden Sommer das romantische Picknick in der Alten Donau.

Wien lässt sich auch perfekt an warmen Tagen ganz individuell mit dem Fahrrad und dem Hop-On/Hop-Off Bus erkunden oder man bucht einfach eine der vielen Führungen:
Ob mit dem Elektro Oldtimer bei einem Glas Champagner, dem bekannten Zeitreise-Rundgang, die Gemächer der Kaiserin Sissi, Vivaldis Konzerte in der Karlskirche oder sogar eine sehr private kulturell-gastronomische Wien Führung der Kunsthistorikerin und Freundin Andrea Beck (Vienna Cooking Tours) mit anschließendem Wiener Abendessen in ihren eigenen ‚Vier Wänden’…

Ein weiteres Muss für alle Pferdeliebhaber ist eine Vorstellung in der Spanischen Hofreitschule mit ihrem Lipizzanern-Gestüt, dieser Programmpunkt fasziniert uns immer wieder aufs Neue.

Wien, eine Stadt für Romantiker

Für Romantiker ist Wien, auch gerne im Vergleich mit Paris, eine ernst zu nehmende Alternative.
Ein ganz besonderes Flair von Zufriedenheit, Lebensfreude, Harmonie, Unversehrtheit, Familie und Tradition, Muße und Geborgenheit liegt hier in der Luft und das Einatmen macht süchtig und selig.

Hier steht das Leben und Erleben im Vordergrund und sicher nicht das Sehen und Gesehen werden.

Kein Wunder, dass sich gerade hier so viele verliebte Paare das Jawort geben…

Wien ist elegant, aber nicht modisch, nachhaltig aber nicht schnelllebig, charmant und zuvorkommend, aber ohne Ellenbogen und wilde Konsumräusche.

Wien, eine Liebe für immer…

Schon im Juni sind wir wieder im schönen Wien, um zusammen mit unseren Kindern diese zauberhafte Stadt zu genießen.
In der Zwischenzeit lasse ich es mir nicht nehmen, mich vorfreudig einzustimmen und so einige der spannenden Wien-Krimis von Beate Maxian zu lesen…

 

Eure Bibi

p.s.“In Wien hat sich seit hundert Jahren nichts verändert, nur der Kaiser kommt nicht mehr.”

 

DIE WERBUNG IM TEXT IST REIN PRIVAT, AUS PERSÖNLICHER LEIDENSCHAFT HERAUS UND DIENT EINZIG UND ALLEIN ALS INSPIRATION FÜR MEINE LESER.

 

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Liebe Bibi, ich lese Ihre Zeilen immer mit großem Interesse, danke dafür 😊
    Sie sind auch in Sachen Mode auch eine Inspiration für mich !
    Und da gleich meine Frage : bei Ihrem Wienbesuch hatten Sie sehr schicke cremefarbene Loafer an, wo kann ich diese kaufen ?
    Liebe Grüße aus dem Burgenland
    Susanna

  2. Hallo Bibi,
    ein wirklich sehr schöner Block, liebevoll gestaltet.
    Die Bluse , die Sie auf den Bildern während Ihres Wien-Aufenthalts tragen, von welchem Hersteller ist die? Sieht unglaublich romantisch aus 😉
    Lieben Dank

  3. Liebe Bibi,
    aus welchen Wiener Brautmodesalon stammt das entzückende Hochzeitskleid??
    Freue mich als Wienerin besonders, dass Ihnen unsere Stadt so gut gefällt🤗

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