Mein persönlicher Jahresrückblick 2021

Bibi Horst präsentiert uns ihren Jahresrückblick 2021

Mein persönlicher Jahresrückblick 2021

Immer wenn es richtig kalt wird draußen und das Jahr sich dem Ende entgegenneigt, hängt eine seltsame Melancholie in der Luft.

Ich schaue auf Weihnachten, freue mich auf das Fest im Kreise meiner Familie und auf die so magische Zeit voller Lebkuchendüfte und blinkender Lichter, bunter Geschenke und großer Kinder- und Hundeaugen.

Bilanz ziehen

Aber genauso blicke ich zurück, lasse das Jahr Revue passieren und ziehe bei einer heißen Tasse Kräutertee und Weihnachtsgebäck meine persönliche Bilanz.

So auch in diesem Jahr, in dem zum wiederholten Male und vielerorts der duftende Glühwein und die tanzenden Engel auf dem Weihnachtsmarkt leider Corona und seinen dramatischen Ausläufern zum Opfer fallen.

Ereignisse 2021

Per Zufall las ich gestern den Jahresrückblick des mdr, der sicher einen realitätsnahen doch sehr düster anmutenden Bericht präsentierte.

Natürlich gehen auch an mir die Ereignisse 2021 nicht spurlos vorüber, wie die nie enden wollende Coronawelle, der politische Wahlkampf mit dem menschenverachtenden Absturz Laschets oder das Impfchaos im Vorzeigeland Deutschland, der schicksalsträchtige Vormarsch der Taliban in Afghanistan, das dramatische Jahrhunderhochwasser oder der Tod wunderbarer Menschen wie Prinz Philip, Milva, Jan Hahn oder Gottfried Böhm…

Negativität regiert nicht meine Welt

Trotzdem bleibt es an mir persönlich, worauf ich am Ende meinen Gedankenfokus lege:
Ob ich es erlaube, dass mir rückblickend erstmal eher das Unschöne oder doch lieber das Schöne in den Sinn kommt.

Ob ich den fehlenden Weihnachtsmärkten in Bayern oder Österreich resignierend nachtrauere oder die weihnachtlich beleuchteten Straßen und Geschäfte einfach doppelt genieße und mir am Ende zum Aufwärmen einen köstlichen Glühwein auf der Weinbar-Terrasse unterm Heizpilz gönne.

Meine Art des positiven Denkens

Je älter ich werde und die liebevoll naive Unendlichkeit der realen Endlichkeit Platz machen muss, umso mehr werden Lebenskünstler, Abenteurer und Idealisten zu meinen Vorbildern.

Genauso retten mich in diesen Coronazeiten nicht die Querdenker und Protagonisten von Horrorszenarien, sondern die verantwortungsbewussten und durch und durch positiv denkenden und handelnden  Zukunftsvisionäre.

Optimismus kann ich kultivieren

Menschen wie Denise Schindler, Stephen Hawking oder Wolfgang Schäuble, die Schicksalsschläge annehmen und sogar daran wachsen, helfen mir eigene Probleme zu relativieren, den Blick über meinen Tellerrand und nach vorne zu richten.

Mich nicht mehr über die Anzahl der Augenfältchen zu ärgern, sondern mir den Grund der vielen Lachfältchen ins Gedächtnis zu rufen, lässt mich gerade im letzten Drittel meines Lebens persönlich wachsen.

Destruktive Gedankenkarusselle wie: ‘klappt nicht’, ‘schaffe ich nicht’, ‘Glück haben immer nur die anderen’ bewusst anzuhalten und umzuprogrammieren in: ‘geht nicht, gibt’s nicht’ oder ‘Glück ist nur eine Frage meiner persönlichen Einstellung’…

Aber auch Dankbarkeit zu kultivieren und die kleinen Glücksmomente des Lebens wahrzunehmen, bewusst in mich aufzusaugen und vielleicht sogar an andere weiterzugeben, ob mit einem Lächeln, einem ehrlichen Kompliment oder einer liebevollen Umarmung (ob mit oder ohne Maske).

Stolpersteine als Wegweiser

So schaue ich vielleicht anders und ganz auf meine ureigene Weise zurück auf dieses letzte Jahr…

Natürlich habe ich auch die Coronazeit durchlebt und gelitten, ging das eine oder andere Mal gezwungenermaßen an meine Grenzen, musste mich von wertvollen Menschen trennen und habe nicht selten geflucht und geweint.

Aber vor allem habe ich die Hoffnung nie aufgegeben und Stolpersteine trotz vieler blauer Flecken erneut als lehrreiche Wegweiser zu identifizieren gelernt.

Und so wurden auch Corona und mehrere Umzüge für mich in diesem Jahr zur vielleicht wertvollsten Reise zu mir selbst und zum unerwartesten und schönsten Liebes-Boten.

Danke Corona

Selbst Corona hat mir Glück beschert:

Ich bin mir einmal mehr bewusst geworden, wie wichtig Familie und gute Freunde sind.

Ich habe die Vielfältigkeit unserer Natur in vollem Umfange und täglich neu genießen dürfen.

Die Lockdowns haben mir bewiesen, dass auch das Alleinsein eine wertvollen Reiz in sich birgt, aber genauso die Zweisamkeit einfach unersetzlich ist.

Corona war mein wertvoller Wegweiser und hat mir die Rückkehr in meine geliebte Wahlheimat München ermöglicht.

Und selbst meine große Liebe habe ich dieser schweren Zeit zu verdanken.

Mein persönlicher Jahresrückblick 2021…

schaut mit Mitgefühl auf die schlimmen Ereignisse und das Leid vieler Menschen,

schaut mit Ehrfurcht auf die unerschütterliche Kraft unserer Helden des Alltags vor allem in diesen harten Coronazeiten,

schaut verantwortungsbewusst und hoffnungsvoll nach 3 Impfungen auf ein gesundes Jahr 2022 für uns alle,

schaut mit Stolz zurück auf die bewältigten Lebenshürden und realisierten Projekte,

schaut voller Optimismus auf die Rückkehr zur Normalität,

schaut voller Dankbarkeit auf die mir und meiner Familie gemachten Geschenke des Himmels,

schaut glücklich lächelnd auf die romantische Verlobung meiner Tochter und mein eigenes spätes Glück

und schaut voller Vorfreude auf das erste Weihnachtsfest im Schnee mit meiner neuen Patchworkfamilie inklusive Vierbeiner.

 

Glück ist… mich auch in schweren Zeiten nie vom positiven Weg abbringen zu lassen. 

Eure Bibi

 

7 Kommentare

  1. Was für ein wunderbarer Text nach einer schlaflosen Nacht und dem Wirrwarr im eigenen Kopf – ausgelöst durch eine neue Aufgabe, die freudig angegangen worden ist, sich aber als falsche Entscheidung zeigt.

    Liebe Bibi, Sie haben mich daran erinnert, dass ich eigentlich genauso wie Sie denke. Also: Back to Positive Thinking, das starte ich heute

    Danke!!

  2. Liebe Bibi,
    vielen Dank für diese bejahenden positiven Gedanken. Es tut gut, in Zeiten wie diesen Gleichgesinnte zu finden, die sich ihre positive Lebenseinstellung nicht vermiesen lassen und mit sich und ihrer Welt zufrieden sind. Es freut mich sehr, dass Du glücklich verliebt bist und einen wunderbaren Partner an Deiner Seite hast. Ich und meine große Liebe haben heuer geheiratet. Wir sind Beide 60+, sind sehr glücklich und dankbar, dass uns nach gescheiterten Ehen nochmals das Glück hold war und genießen das Leben trotz Einschränkungen so gut es geht. Es nützt auch nichts sich den Herausforderungen, die diese Zeit mit sich bringt zu widersetzen. Das Beste daraus zu machen und auch hinterfragen, was wir daraus für die Zukunft daraus lernen können.
    Eine schöne Adventszeit und alles Liebe

    Helga

  3. Exactly – positivity – you put it well.
    I turned 70 this year, Bibi, and the milestone came with the acceptance that my body is age-ing, but that my mind is sharper than ever and that I’m perhaps achieving more in a creative sense than I did 10 years ago. Like you, my family (and my dog) are what matter. I love living in a little family bubble and have no expectations of anything beyond walking the beaches in summer and winter and creating a wonderful garden. If other positive things happen in between, it’s a bonus. Best wishes for 2022, stay safe and I look forward to reading more of your work.

  4. Wunderbar, dass Sie sich nicht alleine mit äußerlich Schönem begnügen und gleichwohl auch innerlich mit Schönheit und Reife punkten.
    alles Gute für Sie im Neuen Jahr!

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