Mein Interior Detox

bibi-horst By Posted on 9 Min. Lesezeit


Ich habe zwei Leidenschaften, die Mode und die Inneneinrichtung, und ich stelle immer wieder fest, dass es viele Parallelen bei mir zwischen den beiden gibt.

In meinem Styling lege ich viel Wert auf die sensible Abstimmung von Farben, Mustern und Materialien und den damit verbundenen Hauch von moderner Eleganz, um mich rundum wohl zu fühlen.

Genauso versuche ich durch ‘weniger ist mehr’, meine Looks und die einzelnen Kleidungsstücke und Accessoires besser zur Geltung kommen zu lassen.
So vermeide ich auch das wilde Bunte oder die auffällig großen Dessins.

Dazu gehört das Wissen um meinen eigenen Style, um gezielt Fehlkäufe und die Anhäufung von unnötigen Ballast zu vermeiden.

Leidenschaft für Mode und Interieur

Sehr ähnlich verhält es sich auch bei mir beim Interieur, hier ist ebenfalls ‘weniger oft mehr’, denn für mein persönliches Wohlfühlverständnis zuhause brauche ich Luft und Ordnung. 

Freie Flächen vermitteln mir Großzügigkeit, dicht möblierte, mit vielen Ansammlungen von Kleinigkeiten, dagegen eher Enge und Eingeschränktheit.

Dazu brauche ich für mein Gemüt und ästhetisches Auge die sensible Abstimmung von Farben und Materialien, meinen individuellen Style Mix und dem liebevollen Hauch von Eleganz,
das ist einfach meins und so fühle ich mich zuhause wohl, und das ist mein ganz persönliches Detox.


Runterkommen und Loslassen

Mein Zuhause ist meine Zufluchtsstätte in einem sehr bewegten Alltag, hier möchte ich an- und runterkommen, auftanken und Kräfte sammeln. 


Meine Augen wünschen sich zuhause ein harmonisches Ambiente mit Flair, ohne Irritationen und zu viel Schnick Schnack, um sich von den vielen Eindrücken des Tages zu erholen.


Ruhe in den eigenen 4 Wänden

So vermeide ich in meinen Einrichtungen alles, was unnötige Unruhe vermittelt, wie gemusterte Tapeten oder aufregende Stoffdessins für Sofas, Teppiche oder Vorhänge.

Stattdessen wähle ich eher die Detox Variante mit einfarbigen oder dezent melierten Textilien, am liebsten reines Leinen, es wirkt immer edel und ist auch nicht so empfindlich, gerade in hell.
Dazu tut Leinen meiner Seele gut, denn es ist unkompliziert, wunderbar anzufassen und sehr lässig.


Schön und praktisch

Meine Möbel sollen zwar schön und lässig sein, doch gleichzeitig auch funktional, damit ich mit wenigen auskomme.

Dazu bevorzuge ich eher große Möbel, denn sie vermitteln eine mir sehr wichtige Großzügigkeit, Ruhe und viel Platz zum Wirken und leben.

Statt mehrer Sofas habe ich gerne, wenn es der Grundriss erlaubt, ein großes und tiefes, in das ich mich rein chillen kann und auf dem wir auch zu Zweit liegen und faulenzen können.

Ich liebe voluminöse Couchtische, sie zentrieren den Wohnraum so wunderbar und führen die anderen Möbel drum herum harmonisch zusammen.
Gleichzeitig geben sie dem Raum seine Erdung und mir die Möglichkeit der üppigeren Dekorationen, ohne das Risiko zu überladen.
Dazu bildet er, zusammen mit dem Esstisch, den familiären Treffpunkt, es macht allen einen riesen Spaß, daran in großer trauter Runde Kaffee zu trinken oder einen Käse-, Rotwein-, Fernsehabend zu genießen.


Alt und Neu kombiniert

Oder mein über alles geliebter Esstisch, der mit seinem 3,20m und Übertiefe viel Platz schenkt, auch für aufwendig gedeckte Tafeln, und gleichermaßen eine urgemütliche Atmosphäre vermittelt.
Die Kombination mit den sehr modernen anderen Möbeln macht ihn wunderbar citytauglich und frisch für viel gute Laune.

Ich sitze oft nicht in meinem Büro, sondern an diesem Esstisch, vor allem wenn ich kreativ arbeite, einfach weil ich mich hier so wohl fühle und die Ideen, vor allem beim Schreiben, nur so sprudeln.

Ich sitze gerne hell

Meine Polstermöbel wähle ich seit Jahrzehnten immer uni hell, das macht sie zwar empfindlich, aber die Freundlichkeit ist mir für mein Gemüt genauso wichtig, wie die Großzügigkeit und frische Ausstrahlung, also Detox pur.

Akzente setze ich dabei mit den Sofakissen, hier darf es auch gerne ein aufeinander abgestimmter Muster-, Farb- und Materialmix sein.
Jedes einzelne Kissen auszusuchen, aber auch immer mal wieder nach Lust und Laune, oder der Jahreszeit angepasst, zu wechseln, macht mir einen riesen Spaß. 

Gerade auch im Schlafzimmer ist mir mein Home Detox besonders wichtig, denn zum gesunden Schlaf gehört für mich ein gesundes und aufgeräumtes Ambiente.

So achte ich auf Harmonie, farblich weich und erdig aufeinander abgestimmte Farben, meist aus reinem Leinen, denn es kühlt im Sommer und wärmt im Winter.
Dazu vermeide ich möglichen Elektrosmog, verbanne jegliche elektrische Geräte, selbst mein Handy muss nachts draußen bleiben.

Dekorationen, ja und bitte Statements

Wie bei der Wahl meines Schmuckes, bevorzuge ich auch bei meiner Deko besondere Statements, die mich beim Betrachten einfach glücklich stimmen und vielleicht sogar an schöne Reisen oder besondere Shopping Touren erinnern, aber lieber weniger aber prägnanter,

wie dieses afrikanischen handgeflochtenen Körbe auf dem Esstisch.

Wenn ich etwas Neues entdecke und erwerbe, eliminiere ich dafür etwas anderes, um direkt dem ‘Mehr’ und Anhäufen entgegen zu wirken.
Auch hoffe ich bei jeder Einladung, schöne Blumen, aber keine Interieur Gegenstände, geschenkt zu bekommen, meistens habe ich Glück.

Kleinere Dekorationsgegenstände fasse ich als Gruppe zusammen, und so bilden sie wieder ein großes Ganzes und die Ruhe bleibt mir erhalten.
Diese altsilbernen Accessoires stammen aus Mexiko, die chinesischen Tonfiguren aus Asien, es lebe Multikulti auch bei mir zuhause.

Oder ich dekoriere Pärchen, um so auch zu mehr Volumen zu gelangen, und schön aussehen, tut es allemal, wie hier auf der Fensterbank die beiden Hornvasen.

Es werde Licht

Für mein Home Detox und inneres Gleichgewicht ist Tageslicht existentiell, so ist meine Zuhause, egal wo in der Welt, immer sehr hell und freundlich, und zwar nicht nur Wohn- und Esszimmer, sondern vor allem auch das Schlaf- und Arbeitszimmer.

Für mein Gemüt ist Licht, genauso wie der unverbaute Blick nach Draußen, am liebsten in die Natur, Nervennahrung pur.
Auch achte ich bei der Wohnungswahl auf hohe Decken, die mir mein besonderes Raumgefühl und mehr Luft zum Atmen schenken.

Ohne künstliches Licht geht es natürlich nicht, hier wähle ich Lichtquellen, die ein schönes warmes Licht ausstrahlen, am liebsten mag ich Halogen oder die klassische Glühlampe und arbeite viel mit Dimmern.
Im Wohnzimmer sorgt die weiße Stativleuchte für eine gute Ausleuchtung und stylische Atmosphäre zugleich. 

Meine liebsten Lichtquellen kommen überhaupt von unten, an der Decke habe ich immer nur die unbedingt zur Allgemeinbeleuchtung notwendigen Lichtquellen, dann aber auch lieber weniger und dafür lichtstärker, damit auch die Zimmerdecken nicht unruhig wirken.

Schwarze oder sehr dunkle Einrichtungsgegenstände sind selten bei mir, weil sie sehr viel meines kostbaren Lichtes schlucken, doch dieser Lounge Chair begleitet uns schon ein Leben lang und setzt eine schönen Kontrast, ohne düster und streng zu wirken. 

Ich liebe weiße Blusen und weiße Einrichtungen

Die Atmosphäre im Raum wird größtenteils bestimmt durch Farben, hier greife ich immer zu der traumhaft schönen Farbpalette von Farrow and Balls, die für mich einzigartig ist und egal in welchem Ton eine wunderbare Stimmung erzeugt.

Ich lasse meine Räume, vor allem die großen Hauptbereiche wie Wohn- Esszimmer und Küche immer weiß, aber auch da achte ich auf ein etwas abgedecktes Schneeweiß, was auch der Farbe der vorhandenen weißen Möbeln und Küche entspricht.

Küche, mein Mittelpunkt des Hauses

Apropos Küche, in unseren letzten Wohnungen hatten wir immer zum Wohn- und Esszimmer hin eine offene Küche.
Um den Bereich optisch noch zu vergrößern und trotz der Offenheit Ruhe zu erzeugen, wähle ich auch Weiß für die Küchenmöbel.

So geht die Küche weich und fließend in die Architektur des Raumes über, fügt sich wunderbar ins Gesamte ein und bildet eine für mein Gemüt wohltuende Einheit.

Wenn ich die Möglichkeit habe, meine Küche zu planen, verschwinden auch sämtliche Küchengeräte bei mir hinter Türen, auch so vermeide ich Unruhe und gewinne noch Arbeitsfläche dazu.

Fernseher verstecken

Genauso versuche ich den Fernseher, wie auch die Stereoanlage, nützlich aber bestimmt nicht schön, im Wohnraum zu verstecken, wie beispielsweise hier in Kitzbühel hinter den verschiebbaren alten Klostertüren.
So habe ich stattdessen etwas Schönes fürs Auge, wenn der Fernseher, wie bei uns, nur sehr selten in Betrieb ist.

Lieber Ton in Ton statt bunt

Farben haben eine enorme Wirkung auf meine Stimmung, vor allem in meinen eigenen vier Wänden.

So findet Ihr bei mir Zuhause nie bunte Einrichtungen, genauso wenig kräftige Farben, weder bei den Möbeln und schon gar nicht an den Wänden oder in Teppichen.
Vielmehr Ton in Ton oder farblich sensibel aufeinander abgestimmt, geht es bei mir zu, meist weiß bis hell erdige Töne, die mir das nötige Wohlbefinden vermitteln und meine Sinne nicht provozieren.


Streifen im Gästezimmer

Genauso liebe ich die französischen Streifen für kleinere Räume, wie für das Gäste- oder Arbeitszimmer.

Diese Streifen habe ich in mehreren Wohnungen fleißig selbst gestrichen, da die Maler über meine Vorgaben nur die Haare rauften.
Zusammen mit dem Landhausstil sehen sie wunderbar aus und verzaubern einen kleinen Raum in ein Schmuckstückchen, das mir und meinen Gästen immer gute Laune bereitet,
auch ein wichtiger Teil des Detoxen, die Glücksmomente.


Meine Kunst gehört zu meinem Leben

Meine Eltern waren passionierte Sammler von moderner Kunst und so kann ich mir mein Zuhause ohne meine Bilder, aber auch Skulpturen, nicht vorstellen.
Doch statt der Fülle an Bildern, wie damals in meinem Elternhaus, liebe ich auch hier eher die Einzelstücke, und gerne groß, um dem Raum die Ruhe und Großzügigkeit zu erhalten.

Am liebsten sollten sie in Öl sein, denn die Bilder hinter Glas reflektieren das Licht in der Front und wirken so viel unruhiger.

Auch vermeide ich zu aufregende, gegenständliche und sich in den Vordergrund spielende Bildmotive, genauso wie zu dunkle Bilder.
Vielmehr müssen die Kunstgegenstände mit mir sprechen, erst dann bekommen sie bei mir ein neues Zuhause.



Zeit für Interior Detox?

Home Detox bedeutet für mich persönlich einfach Wohlfühlen und möglichst viel in mein Heim zu integrieren, was mich rundum glücklich, fröhlich und ausgeglichen stimmt.
Genauso alles Störende, und das ist bei jedem von uns natürlich sehr unterschiedlich, möglichst zu vermeiden und zu eliminieren.

Natürlich verlangt mein Wunsch nach Ruhe und Ordnung auch regelmäßiges Aufräumen und Ausmisten, ab, doch da ich eher der ‘Wegwerftyp’ bin, fällt es mir ein Glück recht leicht.


Aber wie merke ich, dass es Zeit wird fürs Interior Detoxen bei mir zuhause? 

Dazu einfach mal ein paar Fragen, die diesbezüglich zum Nachdenken anregen könnten…


*Überkommt mich ein wohliges Gefühl, wenn ich zu mir nach Hause komme?

*Herrscht auch bei schlechtem Wetter und im Winter eine freundliche und ansprechende Atmosphäre?

*Habe ich genügend Platz und Luft zum Atmen?

*Was benutze ich in den Schränken nicht?

*Kann ich meine Wohnung auch gut sauber halten?

*Warum schlafe ich schlecht, wie sieht mein Schlafzimmer aus?

*Wo könnte weniger mehr sein, vor allem bei den Accessoires?

*Gefallen mir all meine Einrichtungsstücke noch zu 100 Prozent und erfüllen sie auch ihren Zweck?

*Macht meine Einrichtung meine Räume eher hell oder dunkel, groß oder klein?

*Sind meine Lichtquellen angenehm fürs Auge oder eher irritierend?

*Gibt mir mein Ambiente Ruhe und Muße und lässt mich wirklich runterkommen?

*Sind die Farben im Raum beruhigend oder eher triggernd?

… es gibt sicher noch viele mehr.



Mein ganz persönliches Interior Detox…. ankommen, Ruhe finden und loslassen.

Eure Bibi

p.s. Die Ruhe und Muße lieben das Weglassen und Loslassen, damit die Seele wieder durchatmen kann.

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6 Comments
  • Fatima Weber
    Fatima Weber
    Februar 10, 2019

    Liebe Bibi,
    deine Einrichtung spiegelt der Style wie bei deinen Outfitinspirationen: harmonisch, weiblich, elegant aber dennoch nicht abgehoben, liebevoll, sorgfältig und leidenschaftlich. Ich habe nur Komplimente übrig. Ich selber (oder besser wir, unsere Kids sind ja noch zu Hause), lebe auch eher nach dem Motto weniger ist mehr…In unserem modernen Haus (Beton und Glas), lassen wir viel Licht herein und wir besitzen eher weniger dafür aber funktionelle und zeitlose Möbel. In Davos, in unserer kleinen Ferienwohnung ist dann eher im typischen Schweizer Bauernstil eingerichtet, aber auch dort eher weniger und alte Möbel, z.b. ein uralter Bauernschrank mit Modernem verbunden.
    Man sieht, dass du vom Fach bist und ein gutes Auge für die richtigen Farben und Formen besitzt. Danke sehr für den Einblick und den wunderschönen Inspirationen. Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Fatima

  • Silke
    Februar 11, 2019

    Liebe Bibi, ich sauge deine Inspirationen auf wie ein Schwamm, egal ob Interieur oder Mode, egal ob hier oder bei Instagram. Früher musste bei mir immer alles “sofort” sein. Hatte ich mir eine rote Hose vorgestellt, habe ich dann auch schon mal eine genommen, die nicht zu 100 % saß oder vielleicht eine Nuance anders war, als ich sie eigentlich wollte. Ebenso habe ich es im Haus gehalten. Mittlerweile lasse ich mir Zeit, bis ich das für mich perfekte Teil gefunde habe. So haben wir auch ein Jahr nach dem Einzug noch immer ein paar leere Wände und auch noch immer nicht alle Lampen. Ich finde übrigens Bilder, Lampen und Sofakissen 🙂 am schwierigsten. Ich danke dir für diesen Blogpost, er ist mit so viel Bedacht und Gespür geschrieben und ich werde heute sicherlich nochmal mit anderen Augen durch mein Haus gehen. Herzliche Grüße aus dem schönen Taunus, Silke

  • bibi-horst
    Bibi
    März 19, 2019

    Danke liebe Silke, das freut mich so sehr, bin sicher, Du hast ein tolles Heim da im Taunus.

    Ich liebe es vor allem immer wieder Accessoires neu aufzuspüren, die können so viel verändern,

    lieben Gruß Bibi

  • bibi-horst
    Bibi
    März 19, 2019

    herzlichen Dank liebe Fatima, bin sicher Du hast es super schön, egal wo, lieben Gruß und einen schönen Abend? Bibi

  • uschi roedern
    Uschi Roedern
    Juli 13, 2019

    Hallo liebe Bibi,
    ich freue mich immer wieder über die vielen guten Anregungen auf allen Gebieten.
    Aber wann kommt denn endlich wieder war zum Thema “Interieur”????

    Ich liebe Ihre Beiträge dazu, da Sie immer genau meinen Geschmack treffen und
    ich als Hobby, sehr gerne Wohnungen und Häuser einrichte.

    Ein wunderbares Wochenende für Sie und hoffentlich bis bald….
    Übrigens der Artikel “Intervallfasten” ist ganz wunderbar…

    Herzlichst,
    Uschi

    • Bibi Horst
      Bibi Horst
      Juli 13, 2019

      Liebe Uschi, ich danke Dir für die lieben Worte. Interieur ist meine Leidenschaft und mein eigentlicher Beruf, doch der Blog hat den Schwerpunkt Styling und Beauty und so wird leider für Interieur weniger Platz sein, hoffe Du bleibst mir trotzdem treu, lg und schönes woen, Bibi

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