Männer lieben Intervallfasten… Frauen auch!

Männer lieben Intervallfasten... Frauen auch!

Wer kennt das nicht.
Bisher konnten wir Frauen und noch mehr die Männer gefühlt alles essen, ohne zuzunehmen.
Und dann von einem Tag auf den anderen ist alles anders.

Allein schon der Gedanke an Schokolade oder Pommes lässt den Zeiger auf der verflixten Waage ausrasten.
Aber was ist nur plötzlich los mit uns?


 

 

Stoffwechsel und Hormone spielen verrückt

Unsere Muskelmasse schwindet pro Jahr um 0,2 bis 1 Prozent und ungerechterweise steigt gleichzeitig auch noch der Fettanteil im Körper.
Da Fettzellen weniger Kalorien verbrauchen als Muskelzellen, sinkt der sogenannte Grundumsatz und damit der Energieverbrauch und die Körperzusammensetzung verändert sich.

Nicht mehr gedankenlos schlemmen können

Lange Rede kurzer und trauriger Sinn:
Wir können nicht mehr hemmungslos schlemmen, ohne an Gewicht zuzulegen.

Freundet sich der eine gelassen mit 1-2 Kleidergrößen mehr an, setzt sich die andere gezielt zur Wehr.
Auch ich gehöre zugegebenermaßen zu den Kämpfern, seit mir meine Wechseljahre mit bereits 45 einen beachtlichen Hormonschub verliehen haben.

 

FDH ist für viele keine Option

Für mich und andere leidenschaftliche Esser ist FDH keine lebenswerte Lösung, denn wer möchte schon beim genussvollen Essen Kalorien zählen oder hungrig abends ins Bett gehen?

Also heißt es in unserem Alter erfinderisch sein und einen Weg suchen, um trotz erschwerter Bedingungen auf nichts Wesentliches verzichten zu müssen und gleichzeitig fit und in shape zu bleiben.

 

 

 

Welche Intervallfasten-Formen gibt es?

16:8 Methode
Also 16 Stunden nüchtern, 8 Stunden essen.
Hier nehmen wir zwei Mahlzeiten über Tag und während der 8 Stunden zu uns.
In den verbleibenden 16 Stunden, in denen natürlich auch die Nacht liegt, wird nichts gegessen.

Bei dieser Methode können wir entweder auf das Abendessen oder das Frühstück verzichten.
Zwischen den beiden Mahlzeiten sollten circa 5 Stunden ohne Nahrungsaufnahme liegen.

5:2 Methode

An fünf Tagen in der Woche essen wir normal und an zwei Tagen bleibt die Kalorienzufuhr unter 600kcal.

 

 

Was genau ist intermittierendes Fasten?

Bei dieser Ernährungsform wird für einen bestimmten Zeitraum auf Nahrung verzichtet, um den Körper von Verdauungsvorgängen zu entlasten, die Kalorienzufuhr zu senken und die Zellreinigung voranzutreiben.
Auch der Jo-Jo-Effekt bleibt im Prinzip aus, da der Körper nicht wie bei Diäten in eine Art Energiesparmodus verfällt und den Stoffwechsel runterfährt.
Im Gegenteil: Intervallfasten aktiviert sogar den Zucker- und Fettstoffwechsel.

 

 

 

 

 

 

 

Männer lieben Intervallfasten

Besonders viele Männer 50+ haben sich bereits dauerhaft für diese Ernährungsform entschieden und damit erfolgreich ihr Gewicht und ihren Jungbrunnen erhalten.

Statt lästiger Maßregelungen in Quantität und Qualität lassen sie lieber freiwillig das Frühstück sausen und genießen Lunch und Dinner dafür aus vollen Zügen.

Aber geht es uns Frauen nicht ähnlich?
Ich jedenfalls habe mich vor einigen Jahren bewusst für die 16:8 Ernährung entschieden und statt frustrierendes Salatlutschen greife ich mittags und abends tüchtig und genussvoll zu.

Warum ist Intervallfasten so effektiv?

Der menschliche Körper übersteht längere Hungerperioden, indem er in verschiedenen Organen und Geweben Energiereserven speichert und bei Bedarf wieder mobilisiert.

Dazu reduziert er den Energieverbrauch, ohne den Stoffwechsel zu drosseln oder Muskelmasse abzubauen.

Durch das Fasten kommt es außerdem zu heilsamen biochemischen Veränderungen im Körper, etwa zu einem verbesserten Zucker- und Fettstoffwechsel:
Es werden Stoffe ausgeschüttet, die sogar Entzündungen dämpfen können.

 

 

 

Intervallfasten für Gesundheit und Anti-Aging

Auch hat das 16:8 Intervallfasten grundsätzlich eine sehr gute Anti-Aging-Wirkung dank der Zellreinigung und des damit verbundenen Zellverjüngungseffektes.

Zellschrott oder fehlgefaltete Proteine werden dabei aus dem Körper geleitet (Autophagie) und kranke Körperzellen durch gesunde ersetzt.
Ein wunderbar positiver Effekt für die physische und mentale Gesundheit.

 

Ein paar Tipps für die Intervallfasten-Einsteiger

*In der Fastenphase dürfen nur Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee zu uns genommen werden!

*Für die meisten, wie auch für mich, ist das Weglassen des Frühstücks bei der 16:8 Methode am angenehmsten.

*Bei den zwei Mahlzeiten kann alles und nach Lust und Laune gegessen werden, gerne auch mit einem Gläschen gutem Wein dazu.
Je nach Wunschgewicht und Gesundheitsaspekten bewährt sich natürlich immer eine ausgewogene Ernährung mit viel Proteinen, Ballaststoffen und frischen Gemüsen.

*Einsteiger dürfen gerne mit erstmal nur 12 Fastenstunden beginnen und sich langsam an die 16 hocharbeiten.

*Viel Flüssigkeit hilft, Hungerattacken zu überwinden.
Intervallfasten mit dem Partner ist übrigens doppelt so angenehm.

*Bewegung im Alltag und gezielter Sport halten den Stoffwechsel zusätzlich auf Trab und lenken wunderbar ab, wenn das Verlangen auf Schokoladen & Co zu groß wird.

*Intervallfasten ist eine bewusste und dauerhafte Ernährungsumstellung und keine kurzweilige Crash-Diät, dies als Ziel zu verinnerlichen wirkt Wunder.

*Nüsse und ein Glas Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft bewahren übrigens kurz vor dem Abendessen vor einer unkontrollierten Essattacke am offenen Kühlschrank und sind dazu noch sehr gesund.

 

 

Tipps um Fehler beim Intervallfasten vermeiden

*Die Fastenmetode sollte zum eigenen Lebensrhythmus passen und sich diesem bestmöglich anpassen, nicht umgekehrt.

*Moderat beginnen und behutsam steigern: Aus 12 Stunden werden irgendwann 16 oder aus 1200 nach und nach 600kg.

*Genügend essen, damit der Stoffwechsel nicht auf Sparflamme fährt und die Muskelmasse zu schnell abbaut.
  Genauso aber Völlerei vermeiden, denn am Ende zählt die Kalorienbilanz.

*Extrem ungesunde Nahrungsmittel wirken sich natürlich auch beim Intervallfasten negativ aus, ein gesunder Mittelweg ist perfekt.

*Zu wenig trinken.

*Menschen mit Vorerkrankungen oder bereits im sehr fortgeschrittenen Alter sollten unbedingt vorher mit ihrem Arzt sprechen.
Das gilt vor allem für diejenigen mit niedrigem Blutdruck, Diabetes und Krebserkrankungen unter uns. 

 

 

 

Meine persönliche Erfahrung mit dem intermittierenden Fasten

Ich persönlich bin seit 3 Jahren überzeugte Anhängerin dieser Ernährungsform.

Die anfängliche Umstellung mit Hungerattacken dauerte ungefähr 2 Monate.

Ich verzichte bewusst auf das Frühstück, was für mich von Anfang an nicht besonders schwierig war.
Während meines Studiums in Florenz habe ich die italienische Lebensform übernommen und starte gerne nur mit einem schwarzen Kaffee oder grünen Tee in den Tag.

Selbstverständlich mache ich im Urlaub und beim Brunchen unter Freunden gerne auch mal eine Ausnahme, Carpe Diem!

Eine größere Herausforderung ist das ausgiebige Mittagessen, was je nach Terminplan sich nicht immer so einfach integrieren lässt.
Ich liebe mein gesundes Hafer-Müsli mit ganz viel Obst und 'one apple a day....' zur Mittagszeit, es passt auch wunderbar in eine Tupperdose für unterwegs.

Genauso lockt mich im Sommer aber auch mal die Eisdiele oder der selbstgebackene Kuchen beim Kaffeeklatsch mit Freundinnen am Nachmittag.
Kein Problem, ab und an mal sündigen macht das Leben erst lebenswert, seien wir ehrlich.

 

Männer lieben Intervallfasten… Ich auch!

Seid Ihr vielleicht auch schon bekennende Anhänger dieser gesunden Ernährungsform?

 

Eure Bibi

p.s. Wer dem Ende soviel Sorge widmet wie dem Anfang, scheitert seltener kurz vor dem Erfolg.

 

Unbezahlte und rein private Werbung durch Firmennennung im Text.

 

 

 

 

 

 

 

9 Kommentare

  1. Liebe Bibi, danke für den informativen Beitrag. Ich „Intervalle“ seit 2 Jahren ohne Probleme. Das Frühstück – außer Kaffee -war noch nie wichtig für mich und mein natürliches Hungergefühl setzt um 14 Uhr ein , genau passend für mein Müsli !
    Ich habe nicht das Gefühl zu verzichten und das ist großartig ‼️ Liebe Grüße von Sylt
    CHRISTIANE Maria Fahle

  2. Liebe Bibi,
    auch ich bin ein großer Fan des Intervallfasten! Für mich ist das Frühstück der Beginn des Tages und sehr wichtig. Auf das Abendessen zu verzichten, ist für mich perfekt, da ich besser schlafe und mich rundum wohler fühle. Ausnahme im Urlaub oder der Abend mit Freunden.
    Liebe Grüße aus Bayern
    Claudia

  3. Liebe Bibi,
    Danke für den tollen und informativen Beitrag. Ich überlege schon seit einiger Zeit damit anzufangen und werde mich jetzt endlich von dir inspirieren lassen, danke dafür!!
    Liebe Grüße
    Inge

  4. Good Morning liebe Bibi,
    ich bin auch ein großer Fan von Intervall-Fasten…jedoch kann ich auf’s Frühstück nicht verzichten. Ich lasse das Dinner weg und schaffe somit diese zwei Tage alkoholfrei 😃✌️
    Sonnige Grüße vom Kap Wenke

    1. Liebe Bibi, ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit dem Intervall Fasten gemacht. Seit gut 1 Jahr esse ich zum Abend nichts mehr. Ich kann viel besser schlafen, da der Magen nicht drückt. Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Entzündungen im Körper weg sind.Mein Frühstück am Morgen brauche ich. Jedoch trinke ich etwa eine 1/2 Stunde vorher einen 1/2 Liter stilles Mineralwasser. Es reinigt auch und spült gut durch. Herzliche Grüße aus Thüringen Conny

  5. Liebe Bibi,
    auch ich bin seit Jahren eine überzeugte Intervallfasterin. Frühstück muss bei mir gar nicht sein. Es gibt einen 1/2 Liter Apfelessigwasser bzw. Zitronenwasser, Grünen Tee und am Vormittag im Büro schwarzen Kaffee, zwischendurch jede Menge Quellwasser. Gegessen wird in der Regel zum ersten Mal um 18:00 Uhr gemeinsam mit meinem Mann, der aber als Lunch seinen ONO mit ins Büro nimmt. Leider habe ich durch meine Schilddrüsenunterfunktion einen sehr langsamen Stoffwechsel und so halte ich mehr schlecht als recht meine Kilos – verlieren tue ich sie nur sehr schwer, wenn überhaupt.

  6. Liebe Bibi,
    ich habe nur eine kurze Frage. Immer wieder stoße ich auf unterschiedlichen Aussagen zur Pflanzenmilch (Sojamilch, o. Mandelmilch) im Kaffee am Morgen.
    Erlaubt? oder nicht?
    Mit lieben Grüßen Jeanette

  7. Hallo liebe Bibi,
    vom Intervallfasten bin ich auch ein großer Fan. Ich habe gemerkt dass es nach paar Wochen ohne Probleme geht. Ich fahre besser mit abends nichts mehr essen, da ich dann auch viel besser schlafe und nicht mehr „glühend“ morgens aufwache. Am Wochenende ist aber meist Pause. Dann wird einfach bis mittags nur Kaffee mit bisschen Sahne getrunken – ein Kompromiss den ich mache. Schwarzer Kaffee geht bei mir leider nur schwer runter wegen der Säure und dem Geschmack. Ich wünschte ich hätte all das Wissen schon mit 20 gehabt! Herzliche Grüße aus Aschaffenburg, Christina

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