Hotel Review, die Sonnenalp im Allgäu

Bibis persönlicher Hotelbericht über die Sonnenalp im Allgäu

Hotel Review, die Sonnenalp im Allgäu

Es muss nicht immer ein langer Urlaub sein, um Kraft zu tanken, abzuschalten und einen Tapetenwechsel zu genießen…

Hotelaufenthalte lieber kurz aber besonders

Je älter ich werde, je mehr achte ich darauf, dass bei der Urlaubsplanung Quantität durch Qualität ersetzt wird.
Lieber kurz und besonders, als lang und mittelmäßig, wenn es um die Wahl der Hotels geht.

Wir lieben schöne Hotels und kurze Wochenendtrips und da ich regelmäßig von Euch nach diesbezüglichen Reise-Tipps gefragt werde, möchte ich dem gerne hier auf meinem Blog immer mal wieder nachkommen.

Ich freue mich, unabhängig und losgelöst von jeglichen Kooperationsverpflichtungen, Euch über meine Hotelerlebnisse, im Guten wie vielleicht auch nicht wohlwollend Kritischen, zu berichten.

HOTEL SONNENALP IM ALLGÄU

Gerade letztes Wochenende verschlug es uns spontan über Mickis Geburtstag auf die Sonnenalp im Allgäu.

Ein in Deutschland seit mehreren Generationen etablierter und bekannter alpiner 5* Kraftort, an dem Gesundheit, Wohlbefinden und Erlebnisse in der Natur großgeschrieben werden.

Unter der Leitung der Familie Fäßler wird hier seit Jahrzehnten mit viel Aufwand und täglich wechselnden Programmen für sportliche und kulinarische Erlebnismomente gesorgt.

Wir wollten an diesem Wochenende die Seele baumeln lassen, etwas skifahren und spazieren gehen, schlemmen und wellnessen und kannten beide die Sonnenalp aus vielen Erzählungen, aber ansonsten nur vom Hören und Sagen.

Im Sommer Golf, im Winter Ski

So erzählten uns Freunde und Bekannte vom perfekten Golfvergnügen im Sommer, Ski und Rodeln im Winter oder ganzjährigem Wandern, Biken, Schwimmen im edel angelegten Natur-Wellnesspark und in der zauberhaften Umgebung des Allgäus… wir fühlten uns angesprochen und wollten dieses Hotel in aller Munde mal selbst ausprobieren.

Die Einrichtung des Hotels bestach schon beim Eintreten durch seinen durchgängig rustikal ländlichen und mit viel Holz und Hüttenkaro bestückten Charme, der groß angelegten Shoppingmeile, modernem Wellness- undSpa-Bereich und meist deutschesprachiger Geselligkeit in der umtriebigen Lounge.

Publikum von jung bis alt

Das Publikum erlebten wir gemischt, viel Familien mit kleineren Kindern aber genauso ältere Herrschaften, die längst, wie wir dann zu Ohren bekamen, zu Stammkunden geworden sind.

In den Restaurants oft große Tische mit Kind und Kegel, aber genauso auch Gruppen von Freunden, die gemeinsam übers Wochenende relaxen und einfach Spaß haben wollen.

Abwechslungsreich schlemmen

Mit sechs verschiedenen Restaurants, von Stern, über Büffet bis zum urigen Golf- und Steakrestaurant war für reichlich kulinarische Abwechslung gesorgt.
Wir wechselten gerne und die Qualität blieb gleichbleibend gut.

Zu Micks Ehrentag überraschte uns ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch mit kleinen Überraschungen.
Über den herzigen Zitronenkuchen freuten wir uns genauso wie über die ebenso herzige Tischdekoration.
Was Micki sich schließlich beim Ausblasen der Kerze gewünscht hat an diesem Morgen, blieb natürlich geheim, damit es auch ja in Erfüllung gehen kann.

Unsere Tage…

Wir lasen in diesen Tagen viel, erzählten am Kaminfeuer, shoppten im Hotel, schlemmten ohne Rücksicht auf die Waage, liefen Ski bei tollstem Wetter, schwammen und saunierten, erkundeten zu Fuß die Gegend, ließen leider nur wegen des Sturms das Schneeschuhwandern ausfallen, trainierten im Fitnessstudio, genossen unsere Massagen und gönnten uns Spa-Behandlungen, lauschten klassischer Musik und genossen die Zweisamkeit auf unserem Zimmer mit Blick in die Natur.

Kultur genießen

An einigen Abenden genossen wir wunderbare klassische Musikeinlagen, im kleinen Konzertsaal des Hotels.
Bravo, eine wunderbar kulturelle Abwechslung gerade in Corona-Zeiten.

Abschließende Gedanken zu unserem Aufenthalt in der Sonnenalp, kurz und persönlich:

Wir genossen die Tage und freuten uns über das breit aufgestellte Freizeitangebot und kulinarischen Gaumenfreuden des Hotels.

Zufrieden mit unserer geräumigen und ruhigen Junior Suite ‚806‘ mit wunderschönem Ausblick und der Möglichkeit, uns auch mal bei schlechtem Wetter und dem Bedürfnis nach Rückzug dort aufzuhalten oder sogar am Tisch zu arbeiten.
(Wir raten, auf Alter und Größe des zu buchenden Zimmer zu achten, wir hatten Glück, Freunde erwischten eher ein älteres und sehr kleines Zimmer im Hauptgebäude.)

*Gute und chancenreiche Küche, Buffet wie auch die Portionen beim Menü eher übersichtlich gehalten.
Im Sterne-Restaurant Silberdistel traf ein stilvolles Interieur auf exzellentes Essen und wir genossen den mal etwas intimeren Abend sehr.

*Das angrenzende Skigebiet Gunzesried-Ofterschwang ist wunderbar nah und perfekt angebunden an den Hotelshuttle.

Das Skigebiet ist leider recht klein und eher anspruchslos, doch wir erfreuten uns an Sonne, Schnee und den wunderschönen Blicken in die Natur von der Terrasse der Weltcup-Skihütte aus.

Die kleinen Gäste genossen die Skischule direkt am Hotel und vergnügten sich eifrig.
Auch den praktischen Sonnenalp-Skiverleih am Haus nützten wir gerne aus, um nicht mit eigenen Skiern anreisen zu müssen.

Bibis persönlicher Hotelbericht über die Sonnenalp im Allgäu

*Für uns persönlich wäre die Sonnenalp bevorzugt ein Sommerhotel.
Als Golf- Tennis- und Wellness-Liebhaber lassen sich die weitläufigen Außenanlagen bei wärmeren Temperaturen eindeutig noch besser nutzen.
Jetzt im Winter fehlte uns ein wenig das große Außenschwimmbecken (dazu war uns das Wasser im recht kleinen Outdoor-Winterpool eindeutig zu kalt bei den frostigen Graden).
Dagegen liebte ich das eiskalte und riesige Tauchbecken nach der finnischen Sauna-Hütte sehr.

*Umfangreicher Wellness- und Spa-Bereich (bishin zu ästhetischer Medizin), es bietet sich an, Termine bereits vor Anreise frühzeitig zu buchen.
*Beim medizinischen Bereich allerdings vermissten wir die Kompetenz, von mehreren im Prospekt beworbenen Ärzten und Kompetenzzentren war am Ende nur ein Hausarzt zu gewissen Zeiten im Hotel.

*Das Fitnessstudio mit Blick ins Grüne überzeugte uns sehr und ist das eindeutig größte und beste, was ich bisher in einem Hotel erlebt habe, toll!!! Auch ein regelmäßiges Sport- und Achtsamkeitsprogramm lockte uns nicht selten aus unserer Komfortzone heraus.

*Der ländlich Interieurstil des Hotels ist für Design-Liebhaber wie mich vielleicht etwas zu konservativ und in die Jahre gekommen, die ältere Gäste-Generation wird diesen aber sicher schätzen.
Uns fiel auf, dass extrem stark und plakativ die Inhaber-Familie Fäßler überall im Hotel beworben wird.
So hätten wir uns gefreut, sie auch mal in den Tagen unseres Aufenthaltes
zu Gesicht zu bekommen, schade.

*Die Lounge im Eingang sprühte nur so vor regem Hoteltreiben und es gab immer viel zu entdecken, während wir unseren Tee am Kamin tranken.
Die Hotel-Bar mitten in der Lounge empfanden wir etwas klein und nicht ganz so atmosphärisch für den gemütlichen Apéro am Abend oder den Absacker nach dem Essen…. so blieben wir einfach länger im Restaurant sitzen.

*Der Service in der Sonnenalp ist allgemein distanziert, geschult und zuvorkommend,  jeder Wunsch wurde uns zeitnah erfüllt.

*Rundum ein schönes Hotel für anspruchsvolle Mehrgenerationen-Urlaube oder mal für ein geselliges Wochenende unter Freunden.
Für Individualisten oder Romantikern wie uns fehlte es etwas an der besondere Note und den atmosphärischen Rückzugsorten.

Fazit. Wir haben die Tage in der Sonnenalp sehr genossen, einen liebevollen Geburtstag gefeiert und kommen vielleicht eines Tages mit unseren Kindern und Enkeln in geselliger Runde mal wieder.

Eure Bibi

p.s. Wer diese Art von umfangreichen Erlebnis-und Wellness-Hotels mag, dem empfehle ich in Österreich auch das Posthotel Achenkirch und den Stanglewirt in Going bei Kitzbühel.

 

Werbung durch Markennennung im Text ist rein privat und aus persönlicher Leidenschaft heraus.

 

 

 

5 Kommentare

  1. Liebe Frau Horst, für einen Kurztrip sowie im Winter, als auch im Sommer habe ich einen Tip für Sie. Die „ Werdenfelserei „ in Garmisch. Das ist ein traumhaftes Boutique Hotel, unglaublich kreativ gebaut und eingerichtet. Das Hotel ist noch sehr neu und ich habe selbst den Bau beobachten können, weil ich zu der Zeit in Garmisch gelebt habe.
    Viele Grüße, A. Bierling

  2. Liebe Bibi,
    mit Freude habe ich den tollen Blog und die schönen Bilder genossen. Ich selbst bin seit 48 Jahren ein treuer Gast auf der Sonnenalp (das erste mal als Neugeborenes 1973)!
    In diesem halben Jahrhundert !!! habe ich so viele Veränderungen miterlebt, aber es ist für mich fast wie ein „Zuhause“. Sicherlich nicht top modern, aber genau so muss sie sein.
    Vielleicht sieht man sich mal bei einem leckeren Cocktail an der Bar…
    Viele Grüße N. Neumann

  3. Liebe Bibi Horst,
    ich war einige Jahre nicht in ähnlichen Hotels, da die Familie eine Ferienwohnung hatte und es würde mich einfach sehr interessieren, was Sie so an Bekleidung eingepackt haben und wie die Hotelgäste auch am Abend so gestylt sind.
    Liebe Grüße
    Maro

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