• Slide79 2

    sweet life & style blog

  • Slide80 2

    sweet life & style blog

  • Wedge 2

    sweet life & style blog

  • Bilderband2

    sweet life & style blog

  • Slide77 2

    sweet life & style blog

  • Slide68 2

    sweet life & style blog

  • Slide2

    sweet life & style blog

  • Slidy9
  • Bilderband2

    sweet life & style blog

  • Slide87

    sweet life & style blog

Die aktuellen Artikel



4 Minuten Lesezeit (755 Worte)

Fuck it! ...gegen den Strom

IMG_9628-_20181210-073238_1

Gerade jetzt mit über 50 sollte ich doch endlich weise und in mir ruhend genug sein, um mein Ding zu machen und das Einmischen, wie Meinungen, erst recht auch noch unqualifizierten Angriffe von außen, an mir lässig abprellen zu lassen... und dann passiert mir das:

Ich poste letzte Woche dieses schöne Bild auf Instagram, entstanden auf dem Bootsausflug auf Fuerteventura am Nachmittag, im casual Leinen Look mit sommerlichen und dem Anlass angemessenen Shorts und Shirt und der vom netten Kapitän mir zum Shooting aufgezogenen Mütze. 


Innerhalb der ersten Stunde kommen über DM (direct messages) oder in den Kommentaren abfällige Bemerkungen rein, wie ‚hast Du es nötig, in Deinem Alter noch so zu posieren?' oder ‚sexy,...aber unpassend!', um nur zwei davon zu zitieren.

Ich las es mit anschwellendem Kamm und dann drückte ich wie fremdgesteuert auf die Löschtaste, schwupp war das Bild weg.
So einfach und doch so ärgerlich, denn was ich da tat, war nicht nur unhöflich Marie @regendelfin gegenüber, die dieses wunderschöne Foto geschossen hatte, sondern auch vielen lieben Followern, die es kurz vorher noch so nett kommentiert hatten.

Mit einem Klick machte ich mich zum unmündigen Sklaven und begab mich (mal wieder) in eine gemeingefährliche Abhängigkeitszone.

Kurz nach dem Todesstoß meines Posts empfand ich Erleichterung, doch diese ging nahtlos in eine große Wut über.
Wut nicht über die verletzenden Kommentare, sondern über mich selbst und meiner Schwäche und Nachgiebigkeit gegenüber.

Aber warum geht mir das Geschwätz der anderen, nicht am Gesäß vorbei, rufe meinetwegen lauf ‚Fuck it' oder auf Deutsch ‚die können mich alle mal am Abend besuchen' und gehe unbeirrt weiter meinen Weg?

Tue ich es doch bei meinem persönlichen Styling auch, bei dem ich ausschließlich meinem Geschmack und nicht starr festgelegten Trends folge, egal auch wenn es dann mit weniger Likes bestraft wird.

Also was soll mir meine Kurzschlusshandlung beim Kapitänspost sagen?
Vielleicht, dass ich einfach nicht das, für soziale Medienpräsenz, nötige Rückgrat, sprich Selbstvertrauen habe? Doch Weichei und aufgeben? Diesen Kommentaren und Urhebern mein Feld kampflos überlassen?...

Ich war schon fast soweit, als ich am Abend ein Gespräch mit Marie von den Benken führte, der Urheberin dieses Fotos, erfolgreiche Influencerin, Designerin und Autorin, und sie mir vehement und aus eigener Erfahrung zum Angriff statt zum Rückzug riet.
Und wie recht sie hat, denn wenn ich wirklich anfange, das Zepter meines überzeugten Handelns den Anderen kampflos zu überlassen, was habe ich dann von einem Leben mit leeren Händen?

Ist mir mein Streben nach Anerkennung und das Wohlwollen anderer Menschen, denn das allein steckt eigentlich dahinter, wirklich mehr wert als meine eigene Meinung?

Will ich wirklich mein Leben, aber auch mein Instagram und vor allem meinen Blog danach ausrichten, was andere von mir denken oder, im Konjunktiv, denken könnten oder erwarten?

In logischer Konsequenz dann bald jeden meiner Schritte, mit denen ich an die Öffentlichkeit gehe, abzuwägen, um eventueller Konfrontation und Kritik aus dem Wege zu gehen?
Also Tür und Tor zu öffnen für Fremdmanipulation, Selbstverleugnung und Gesichtsverlust?

Spätestens jetzt ging meine Kelle, als Mensch und erst recht als Bloggerin, endgültig hoch!
Selbst mein immer noch zu zart entwickeltes Selbstbewusstsein rief nun endlich laut und deutlich ‚Fuck it' und mein Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung riss die Arme weit auseinander!


Trotzdem nagte weiter die Frage in mir, wieso ich mich in wahrscheinlich schwachen und unkontrollierten Momenten doch immer wieder so marionettenhaft manipulieren und vorführen lasse?

Ist es aus Angst, dass mir meine Meinung oder Entscheidung womöglich negativ ausgelegt werden könnte, genauso wie der mir peinliche Soßenfleck auf der Bluse im Restaurant und mir Zuneigung und Anerkennung verloren gehen könnte?

Oder einfach, weil ich so erzogen bin... immer dem gesellschaftlichen Standard entsprechen, nicht aus der Reihe tanzen und erst recht nie einen moralischen Code brechen oder Fauxpas begehen?

Wäre ja alles gar nicht so dramatisch, wenn ich dabei mein Verhalten und dessen Wirkung auf andere annähernd realistisch und nicht wie fast immer falsch und viel zu negativ einschätzen würde und genau diese Fehlinterpretationen mir leider viel Spontanität und Natürlichkeit, aber vor allem auch Authentizität, rauben.
Gleichermaßen rauben sie mir auch den Mut für Neues und leider auch das Erkennen und Ergreifen von sich mir bietenden Chancen.


Am Ende bin ich froh über dieses Erlebnis mit meinem Kapitänsbild, es hat mich mal wieder auf den Boden meines selbstbestimmten Lebens zurück geholt, ich habe so die wundervolle Marie besser kennengelernt und heute aus voller Überzeugung genau dieses scheinbar kompromittierende Foto wieder mutig gepostet.

'Liebe Hater, Ihr habt es nicht geschafft, ich habe längst das Steuer wieder fest in der Hand!'


Ich sagte es ja bereits im Titel dieses Blogposts: ‚Fuck it!'...gegen den Strom.


Danke liebe Marie... Dir möchte ich diesen Blogpost widmen, genauso wie ein ausführliches Kapitel zu diesem Thema in meinem Buch!


Eure Bibi

p.s. Verliere Dich nicht selbst, nur weil andere Dich neu erfinden wollen.



WERBUNG DURCH FIRMENKENNZEICHNUNGEN IM TEXT UND IM BILD!

Hotel Review...Robinson Club Jandia Playa auf Fuer...
Advent, Advent...mein Lichtlein brennt!
 

Kommentare 21

Gäste - Martina Geiss am Samstag, 29. Dezember 2018 15:07

Liebe Bibi, bedingt durch Umzug komme ich erst jetzt dazu, Deine Blogs zu lesen. Ich konnte es nicht glauben, als diesen Blog mir zu Gemuete führte. Ich fasse mich daher kurz: manche Leute sind mal soeben mit d TGV durch die Kinderstube gebraust! Soll heißen: Signifikanter Mangel von entsprechenden Manieren.
Mir jedenfalls hat das Outfit sehr gut gefallen! Sehr geschmackvoll und dem Anlass entsprechend. Nicht beirren lassen, weiter den Weg gehen, den man fuer sich persoenlich fuer den richtigen haelt. Un diesem Sinne, alle Guten Wuensche fuer 2019!

Liebe Bibi, bedingt durch Umzug komme ich erst jetzt dazu, Deine Blogs zu lesen. Ich konnte es nicht glauben, als diesen Blog mir zu Gemuete führte. Ich fasse mich daher kurz: manche Leute sind mal soeben mit d TGV durch die Kinderstube gebraust! Soll heißen: Signifikanter Mangel von entsprechenden Manieren. Mir jedenfalls hat das Outfit sehr gut gefallen! Sehr geschmackvoll und dem Anlass entsprechend. Nicht beirren lassen, weiter den Weg gehen, den man fuer sich persoenlich fuer den richtigen haelt. Un diesem Sinne, alle Guten Wuensche fuer 2019!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Mittwoch, 16. Januar 2019

instagram... stay updated!

Made with love by Schokoladenjahre. All rights Reserved.
Powered by Cyber-D-Sign