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Die aktuellen Artikel


5 Minuten Lesezeit (1007 Worte)

Ein Toast auf unseren eigenen Style...

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...er beschreibt uns auch ohne viele Worte.

Ich bin noch nach alter Manier, ‚als Frau bitte nur ja nicht auffallen', erzogen worden und trug jahrzehntelang ‚Tarnkleidung', also brav das, was halt gerade in Medien und im Freundeskreis angesagt war, um zwar ‚in' und integriert zu sein, aber ja nicht aus der Uniformitätsreihe zu tanzen.

Ich bewunderte im Stillen immer andere Mädels, die selbstbewusst einen ganz anderen, ihren ureigenen, Stil verkörperten und mutig gegen den Strom schwammen, egal wie die anderen darüber dachten und auch mit dem Risiko von Kritik und Ausgrenzung.

Mittlerweile habe ich aber dazu gelernt, geleitet von der eigenen Kreativität und dem Mut, doch authentischer meinem eigenen Geschmack zu vertrauen und meinen eigenen Weg zu gehen.
So verfolge und folge ich natürlich auch den aktuellen Modetrends, aber nicht mehr hörig und absolut, sondern differenziert und auf mich und meinen Stil abgestimmt und modifiziert.
Denn so richtig spannend wird es ja erst, wenn ich den 'It Pieces', von unzähligen Menschen auf der Welt zeitgleich getragen, meine individuelle Note verleihen kann, oft auch in der Kombination mit schon vorhanden älteren Kleidungsstücken oder Accessoires in meinem Schrank, die damit dann auch wieder eine ganz neue Wertigkeit bekommen.

 Nicht selten passiert es auch, dass ich bei gewissen Teilen, die mittlerweile in die Jahre gekommen sind, Hand anlege, so zerreisse und kürze ich Jeans, nehme von Oberteilen Ärmel ab oder versehe beispielsweise ein eher langweiliges uni Jacket mit auffälligen Applikationen.

Diese Weste mit der großen Applikation auf dem Rücken und auch auf dem Revers vorne war übrigens vorher ein klassisch, uni dunkelblauer Blazer mit langen Ärmeln oder die Jeans unten hatte keinerlei Gebrauchsspuren ?... 

Gib deinen Text hier ein ...

Bei allem lasse ich mich leiten von Emotionen, Kreativität, Erfahrungen, aber auch der Lust zu gewagteren Experimenten in der Kombination von Stil, Muster oder Materialien.

Gerade dieser Farb- und Mustermix ist der wenigsten Geschmack, doch gekonnt liebe ich ihn sehr und auch da habe ich gelernt, mich wohlwollend der kritischen Blicke auszusetzen. 

Genauso macht es mir großen Spaß, mit auffälligen Accessoires, ob Kette, Schal, Sonnenbrille, Tasche oder auch Schuhe gewisse Statements zu setzen, um einem schlichteren Look den letzten Pfiff zu verleihen.

Bei der Verwirklichung des eigenen Stils hilft mir natürlich die riesen Auswahl rund um Mode und rund um jedes Budget, egal ob in München oder Köln, meine Familie lacht oft, in welch skurilen Läden (vor allem in Köln) ich für wenig Geld Tolles finde oder bei Zara zusammen mit den Teenies in den hohen Kleiderhaufen wühle, aber genauso fröne ich meiner Liebe zu hochwertigem Design und bekannten Labels und bin da auch bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.

So passiert es nicht selten, dass ich unter einem teuren Designerjacket von Dolce&Gabbana ein preiswertes Basicshirt von H&M oder zu einem Missonipullover einen witzigen Zara Rock trage.

Als einfach empfand ich übrigens meine eigene Stilfindung nicht, ganz im Gegenteil, es war ein mühsamer und langer Weg, gepflastert mit vielen modischen Irrwegen, die alle auf alten Fotos knallhart dokumentiert sind und mir immer wieder beim Anschauen ein wohlwollendes, manchmal auch entsetztes, Lächeln entlocken.

In dieser Zeit meiner modischen Entwicklung machte ich natürlich aus Unsicherheit heraus auch unzählige und mein Portemonnaie schmerzende Fehlkäufe, hörig den schlankmachenden Boutiquenspiegeln, charmanten Überredungskünsten der Verkäuferinnen oder Modedogmen der Saison folgend.
Aber ich wurde aus den Fehlern klug und Familie und Freunde profitierten von kaum getragenen Kleidungsstücken, also am Ende noch eine win win Situation.

Interessant war auch die Entdeckung und das Wissen um meinen Farbtyp, um mit den richtigen Farben meinem Gesicht einen günstigen Teint zu verleihen.
Diesbezüglich sensibilisiert und allarmiert war ich durch meine Mutter, die ein Leben lang als klassischer kühler Frühlingstyp stoisch und beratungsresistenz ihre goldig braunstichigen Erdtöne, am liebsten sogar Rostrot, trug.

Mittlerweile habe ich mir auch angewöhnt in Looks zu kaufen oder zumindest schon die spätere Kombination vor meinem geistigen Auge zu haben.
Dies macht es für mich übersichtlicher und verhindert den zusammenhanglosen und teuren Erwerb von Einzelstücken, zu denen ich dann oft gar nichts Passendes besitze und wieder ergänzen muss.
Gerade bei Schnäppchen passierte mir das häufig, stolz wie Frau Oskar kam ich dann mit einem stark herabgesetzten, aber völlig kontextlosen, Teil nach Hause und am Ende wurde dieses Schnäppchen dann durch jede Menge Zukäufe vergoldet...

Auch figürlich weiß ich mittlerweile, was mir eher schmeichelt und was ich dagegen besser meiden sollte, egal wie ‚in' es gerade ist oder welch schicke Freundin dies gerade wunderbar und beneidenswert zur Show trägt.
Das Nachkaufen ist überhaupt eine heikle und meist frustrierende Angelegenheit, denn was dem Einen steht, sieht beim Anderen oft gar nicht gut aus, ob des Schnittes, der Farben oder auch des Styles wegen.
So habe ich mir angewöhnt, den perfekten Look anderer zwar zu bewundern, aber die Finger davon zu lassen und eher mein Ding zu machen...denn wie heißt es schön:
‚Style is what you create, not what you copy'.

Oft wird mir gesagt, wohlwollend aber auch manches mal mit leichtem Unverständnis, ich würde so viele Stile verkörpern und sogar mein Mann erwähnte mal schmunzelnd, dass er mich auf der Straße oft nur von vorne wieder erkennen würde, worauf ich dann allerdings schlagfertig erwiderte, dass er sich doch glücklich schätzen könnte, so viele verschiedene Frauen an seiner Seite zu haben ?....

Die Freiheit zu haben, mich gerade in dieser Vielfältigkeit an Styles austoben zu können, immer mal wieder anders auszusehen und trotzdem mir und meinem Stil treu zu bleiben, genieße ich jeden Tag aufs Neue.

Ich wüsste noch nicht einmal, welchen Stil ich am meisten an mir mag, es ist bei mir stimmungs- aber auch umgebungsabhängig, ob ich in dem Moment nach Etno, Trachten, coolem Streetstyle oder elegantem kleinen Schwarzen greife.

 Hauptsache, ich fühle mich darin zuhause und die ausgewählten Outfits sprechen mit mir, genauso wie ich mit ihnen...und gefallen muss ich am Ende nur mir, niemandem sonst!

Aber genauso freue ich mich, gerade auch bei Instagram, über die Vielfalt von Individualität und Kreativität der Anderen, die mir großen Spaß macht und mich täglich wunderbar inspiriert.
‚If you want to be original, be ready to be copied'...ich liebe diesen so wahren Spruch von Coco Chanel und stoße mit Euch an...
auf unseren eigenen Stil und unsere Liebe zur Mode, die uns alle verbindet.

Eure Bibi

Tracht ist das neue Sexy...
"Kind, ich kauf Dir...
 

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Sonntag, 22. Juli 2018

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