Amalfiküste… Momente zum Träumen

Amalfiküste… Momente zum Träumen

Ich liebe Italien und kenne es recht gut, ob vom Studium in Florenz oder auch von vielen dort verbrachten beruflichen und privaten Aufenthalten.

Aber was mir leider unter anderem noch fehlte, war die Amalfiküste.
So viel habe ich von ihr gehört und gelesen, doch ich war noch nie selber dort.

Anfang September sollte diese Reise-Lücke gefüllt werden.
Ein perfekter Zeitpunkt um endgültig die Corona-Quarantäne zu verlassen, dem leider nur mäßigen Münchner Wetter ein Schnäppchen zu schlagen und noch etwas Sonne und Kultur zu tanken.

Auf nach Positano

Die Amalfitana ist wunderschön, mit vielen zauberhaften kleinen und größeren Orten landestypisch in die Felsen geschlagen.

Als Standort wählten wir das malerische und romantische Positano.
Einfach von München aus zu erreichen mit dem Flugzeug nach Neapel und mit der Fähre nach Positano.

Wie oft habe ich die beeindruckenden Fotos von Bloggern bewundert und ich muss sagen, die Realität überzeugte mich sogar noch ein wenig mehr.

Beste Reisezeit für Positano ist für uns übrigens die Vor- und Nachsaison, außerhalb der Sommerferien, mit etwas weniger Tourismus und moderateren Temperaturen aber immer noch genügend Gut-Wetter-Sicherheit.

Hotelwahl in Positano

Es gibt einige schöne Hotels in Positano, ob direkt in oder über der Stadt wie das Le Sirenuse oder Villa Franca, aber auch etwas außerhalb und ab vom Rummel mit eigenem Badebuchten wie das Villa Treville oder das Casa Angelina.

Hotel Villa Franca

Wir haben uns für die Villa Franca entschieden, ein edles von der italienischen Architektin Paola Navone designtes und hoch über Positano gelegenes Boutique-Hotel.

Hier genossen wir die Individualität und Abgeschiedenheit vom Rummel, die edle Poolanlage, die Aussicht aufs Meer und die Stadt, das gute Essen im Dachgarten-Restaurant und die wunderschönen Panorama-Fahrten runter ins Dorf im Golfcart.

Zimmerwechsel lohnte sich…

Unser Zimmer war klein aber fein mit zauberhaftem Blick aufs Meer.
Doch leider passten unsere Kofferinhalte so ganz und gar nicht in den winzigen Kleiderschrank und so kredenzte uns die nette Signora an der Rezeption eine Alternative in der angrenzenden Hotelvilla.

Besser konnte der Tausch nicht sein.
Ein geräumiges Zimmer mit viel Schrankfläche und einer atemberaubend großen Terrasse mit Blick auf Positano und das Meer.

Wir waren selig und der Urlaub konnte beginnen.

Lieblingsplatz

Diese Terrasse wurde zu unserem Lieblingsplatz in diesen Tagen.

Ob Yoga am Morgen, das aufs Zimmer servierte Frühstück oder der Apéro am Abend, wir genossen diese uns geschenkte Outdoor-Privacy mit einzigartigem Panorama sehr.

Meer- und Mehr-Feeling auf dem Rooftop

Die Amalfiküste bevorzugt eher den etwas kiesdurchmischten Strand.
Für uns kein Problem, da wir das Sonnenbaden ohne viel Rummel bevorzugen.

So genossen wir stattdessen den Hotelpool auf dem Rooftop und saugten den Rundum-Blick auf Meer und Küste bei einem erfrischenden Getränk geradezu in uns auf.

Positano… idyllischer geht nicht!

Positano ist ein quirliges und zugleich romantisches Dorf hoch oben auf und in die Felsen geschlagen.

Enge Gassen führten uns durchs Dorf runter ans Meer und den Strand, vorbei an kleinen individuellen Geschäften und Restaurants.

Ein wunderbares Multi-Kulti, ohne Hektik und mit viel italienischem Flair begleitete uns beim Bummeln und Entdecken.

Hier ist nicht Haute-Couture und ‘sehen und gesehen werden’ an der Tagesordnung, sondern die Liebe zur Natur, zu den hiesigen Gepflogenheiten und zur traditionsbewussten Architektur.

Strand-Geflüster

Unten am Strand begegneten wir Sonnenanbetern in Reih und Glied, singenden und tanzenden jungen Leuten, shootenden Hochzeitspaaren, Bloggern hinter ihren Handys, Globetrottern mit Rucksäcken oder zurückkehrenden Fischern mit vollen Netzen.

Und mitten im wilden Getümmel thront die wunderschöne Kathedrale und schaut sich stoisch das bewegende Schauspiel von Land und Wasser an.

Was wäre Italien ohne Essen

Natürlich haben wir auch wunderbar gegessen hier in Positano.
Statt Sterneküche zog es uns eher in die typischen Trattorias oder kleinen Hotel-Restaurants, in denen die Mama kochte und der Babbo mit uns während des Essens ein Schwätzchen hielt.

Sehr originell die ‘Terrazza Cèle’ mit türkisem Plüsch und bezauberndem Blick in den Abendhimmel und die ‚In-Bar Francòs’, jung und immer knallevoll.

Ein Ausflug mit dem Boot

Ein Must-do an der Amalfiküste ist ein Ausflug mit dem Boot, um die Schönheit dieses Fleckchen Erde auch richtig betrachten und genießen zu können.

Wir entschieden uns für ein altes Holzboot mit Pedro, dem 28jährigen Skipper aus Pompeji, und verbrachten einen unvergesslichen Tag mit ihm und seinem ulkigen Boot auf dem Wasser.

Ortskundig führte Pepe uns in abgelegene Grotten und Buchten zum Tauchen und Schwimmen, zeigte uns die schönen Hotels auf den Felsen oder die versteckte Villa von Sophia Loren mit eigenem Helikopter-Landeplatz.

Pranzo in Amalfi

Zur Mittagszeit brachte uns Pepe nach Amalfi, um uns auch dieses süße Städtchen einmal vorzustellen und um dort etwas zu essen.

Es ähnelt Positano und wir fühlten uns sofort in den kleinen Gassen mit wuselig vielen Geschäften und Restaurants wie zu Hause.

Überall lächelten uns Zitronen an, ob als Frucht, im Limoncello oder Öl, auf Kleidern, bunten Kacheln oder auf kreativer Keramik…

Meeresrauschen

Auf der Rückfahrt am Abend sangen die Wellen uns ein Lied, der Wind bewegte unsere vom Schwimmen durchnässten Haare und ein seltsames Gefühl von Zauberei durchzog uns beide.

Pepe kredenzte uns zum Abschied noch einen kühlen Prosecco, den wir aufgrund des Wellenganges nur direkt aus der Flasche genießen konnten, und erzählte uns viel über Land und Leute.

Sorrento, aspettaci!

Aber unser Entdeckungs-Durst war noch nicht gestillt.
Zu schön ist die ganze Küste hier in dieser Gegend.

Auch Sorrento ließ uns keine Ruhe und so brachen wir mit der Fähre einige Tage später auf, um diese interessante Hafen-Stadt zu erkunden.

Es war heiß an diesem Tag und die Fahrtluft tat gut.
Am Hafen begrüßten uns direkt große Dampfer und edelste Yachten.
Wenige Meter weiter lag das legendäre ‘The World’ vor Anker, die erste Privatresidenz auf See für Superreiche.

Sorrento ist nur etwas für Sportliche

Sorrento ist eine Stadt für Sportliche und Junggebliebene oben auf dem Felsen gelegen.
Viele Stufen und Steigungen mussten wir bewältigen, bis wir in den Stadtkern gelangten.

Hier lässt es sich shoppen, flanieren und in witzig aufgemachten Strandbädern am Hafen die Sonne genießen.
Kein Wunder, dass sich meine Tochter Valentina bei ihrem letzten Aufenthalt hier so wohlfühlte und mehrfach in ihrem Lieblingslokal ‘Bagni Delfino’ speiste.

Sonnenuntergang

Zurück in Positano genossen wir den letzten Abend bei einem wundervollen Sonnenuntergang und einem spritzigen Glas Lugana.

Wir ließen unsere Reise Revue passieren und waren einfach nur glücklich und zufrieden…

Positano

Eine wundervolle, emotionale und ereignisreiche Reise ging zu Ende.

Was uns bleibt sind wundervolle Eindrücke einer beeindruckenden Küste Italiens, eines wie immer lässigen ‘Dolce Vitas’, guten Essens und gefühlvollen Momenten einer so wertvollen Zweisamkeit.

 

Amalfiküste… immer eine Reise wert und ein großes Geschenk der Natur an uns.

Eure Bibi

 

p.s. Meine ganz persönliche Bewertung unseres Hotels Villa Franca:
Pro: Tolle Aussicht, gutes Essen, perfekt für Designfreaks, ruhig, perfekter Shuttle-Service, gute Sportgeräte, schöne Poolanlage, nette Betreuung
Kontra: Zimmer und Kleiderschränke zu klein, abends im Poolrestaurant meist zu windig in dieser Jahreszeit, keine kleinere Mittagskarte auf der Poolterrasse, Sterne-Restaurant und Frühstücksbereich zu steril und ausschließlich indoor, kein gemütliches Lounge- und Bar-Feeling.

Tipp: Zimmer 373 im angrenzenden Privathaus mit viel Schrankfläche, riesen Terrasse und atemberaubenden Blick auf Positano… hier sich das Frühstück und Abendessen aufs Zimmer kommen lassen und auf der Terrasse genießen.

 

Werbung im Text und Bild ist rein privat, genau wie meine Meinung zu Hotel und Land.

8 Kommentare

  1. Hallo liebe Bibi Horst, was für ein mitreißender Reisebericht!! Was lange schon in unseren Köpfen war, steht jetzt zweifelsfrei fest: wir müssen nach Positano! Danke für den vielen Input!
    Ich habe aber noch ein anderes Anliegen, da ich gelesen habe, dass Sie in Florenz studiert haben! Unser Sohn geht Anfang nächsten Jahres für ein Auslandssemester nach Florenz und wir müssen eine Unterkunft für ihn suchen! Hätten Sie evtl hilfreiche Tipps für uns? Würde mich riesig freuen, von Ihnen zu hören! Danke vorab!!!! 🙏🏻 🙋🏻‍♀️☀️

    1. Liebe Annette, dankeschön … das freut mich. Leider ist meine Studentenzeit 30 Jahre her, ich wohnte zusammen mit einer Freundin privat, tolle Zeit für ihren Sohn, ich liebe Florenz, lieben Gruß Bibi

  2. Hallo liebe Bibi,
    vielen Dank für deinen neuen Bericht über euren wundervollen Urlaub. Die Bilder sind ein Traum…ja, da sieht man “Dolce Vita”! Was mich besonders für euch freut,
    dass ihr Beide so Glücklich ausschaut und den Urlaub genossen habt.
    Ich habe dich schon bei Instagram vermisst, deshalb freute ich mich heute über deine Mail.
    Sei lieb von mir gegrüßt
    Manuela

  3. Che bello e che vero!

    Liebe Bibi Horst,

    mit Freude habe ich diesen Bericht gelesen. Es war ein wunderbarer Rückblick auf unsere Hochzeitsreise in 2018. Besser hätte man es nicht beschreiben können.
    Vielen Dank für diesen wunderschönen Beitrag.

    Herzliche Grüße
    Marion

  4. Liebe Bibi,
    ein wunderbarer Bericht mit atemberaubenden Bildern, die mich sofort wieder mitgenommen haben an die Amalfiküste. Wie schön, wenn man, so wie Du, auch noch Italienisch spricht und hier und da mit Einheimischen ins Gespräch kommt. So möchte man immer reisen!
    Danke, und schon wieder in Vorfreude auf den nächsten Bericht, Bruni

  5. Liebe Bibi Horst,
    danke für den wunderbaren Bericht und die Fotos von der Amalfitana. Genau vor 30 Jahren war ich auch in der Villa Franca, die damals noch nicht designmäßig gestylt war.
    Es war la dolce vita pur. Überhaupt teile ich mit großem Vergnügen Ihre italienische Leidenschaft, bis zum letzten Jahr war der Lago Maggiore auch meine 2. Heimat.
    Gefallen hat mir auch das Foto des Riva-Bootes. Im nächsten Jahr werde ich eine Ausstellung “Diva Riva” kuratieren, mit einem italienischen Sommerfest. Und das im größten Binnenhafen der Welt. Sie sind jetzt schon eingeladen. Tanti Saluti, Cornelia

  6. Kurz und knapp : Einfach traumhaft schön ! Auf alle Fälle eine Reise wert.
    Vielen lieben Dank für den tollen Reisebericht, Ilse.

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