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'OM' ist mehr als nur eine spirituelle Silbe...

...es ist der Weg zu mir selbst.
Ich möchte ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern über mich und mein Yoga, denn es war doch eine anfangs recht holprige Annährung und sicherlich von meiner aber auch von Yogas Seite eher eine Liebe auf den 2. Blick.

Mein Leben lang war ich doch fokussiert auf Powersportarten wie Hockey, Tennis, Joggen oder Squash, auf schweißtreibendes Auspowern und auf Gewinnen und Verlieren.
Über Umwege riet man mir zum Yoga und aus einem gewissen Leidensdruck heraus buchte ich gefügig aber sehr skeptisch eine Probestunde.

Unwissend landete ich bei einer strengen und recht spirituell angehauchten Iyengar Lehrerin, mit Pumphose, Omgesängen, Buddhas im Kerzenschein und eiserner Ruhe und Disziplin...für mich erstmal ein Erlebnis der besonders fremden und gewöhnungsbedürftigen Art.

Dazu die bittere Erkenntnis, als geborene Vollblutsportlerin, völlig ungelenkig und unausbalanciert zu sein, war doppelt bitter.
Ich kam mir vor wie ein Elefant bei seinen ersten Gehversuchen, figürlich (ich trug damals einige Kilos mehr mit mir rum 🙄), aber auch motorisch. 
Verstärkt wurde dieses Unbehagen dann noch durch meine Mattennachbarin, eine hübsche und durchtrainierte Mitte 70erin, die sich im Unterschied zum Elefanten wie eine grazile Schlange zu verbiegen wusste.

Ich wollte schon diesem schrecklichen Yoga-Schauspiel ein vorzeitiges und resigniertes Ende bereiten, als genau diese ältere Dame, die wohl sensibel meine Verzweiflung wahrgenommen hatte, mich ansprach, mir Mut machte und versicherte, vor vielen Jahren ebenso steif und mit sich und ihrem Körper unzufrieden mit Yoga begonnen zu haben.

Ihr, genauso wie der strengen Iyengar Lehrerin Susanne, aber auch meinen folgenden viel moderner ausgerichteten Lehrerinnen Nicole und Tania, zusammen mit meinem eisernen Willen, verdanke ich mein neues Körperbewusstsein mit sichtbar veränderter Körpersilhouette, aber auch diesen besonderen Weg zu mir und meiner inneren Gelassenheit für diese wöchentlichen Stunden auf der Matte.

Aus anfänglicher Skepsis ist Leidenschaft geworden, ohne dafür in die spirituellen Tiefen und Hintergründe eingetaucht zu sein, nur für diesen faszinierenden Mix aus gesunder Bewegung, gezielter Körperformung und Fokussierung auf mich selbst, unter kompletter Ausschaltung meiner Außenwelt und meines störenden Gedankenkarussells für die Zeit meiner Praxis.







Um die für mich geeignete Yogaform, und davon gibt es sehr viele verschiedene, herauszufinden, habe ich viel nachgelesen, aber noch mehr ausgetestet, ob Bikram, Iyengar, Hatha, Vinyasa, Jivamukti oder Ashtanga.

Ich bin beim Bikram bei 36° feuchter Hitze fast kollabiert, bei Ashtanga und Budokon an meine körperlichen und bei Iyengar an meine mentalen Grenzen gestoßen, und habe mich am Ende für eine alternierende Kombination aus der sportlicheren Vinyasa- und der sanfteren Jivamukti Yogaform entschieden.

Und ich bin immer wieder fasziniert, wie gut dieses Yoga nicht nur meiner Körpersilhouette...übrigens Ergebnisse, die ich mit all meinen vorangegangenen Sportaktivitäten, auch dem gezielten Krafttraining, nie erreicht habe, sondern auch meiner Haut tut, ein wunderbarer Zusatzantiagingeffekt 😉, gegen den ich nichts einzuwenden habe...

Auf diesem besonderen Weg zum Yoga und zu meinem ‚body and soul’  begleitete mich später auch die Meditation, an deren Regelmäßigkeit ich allerdings noch arbeiten muss, denn diese doch so absolute Einkehr fällt mir ‚Betriebsnudel’ immer wieder schwer und so genieße ich umso mehr die kürzeren Shavasanas am Ende jeder Yogastunde.

Aber Yoga kann noch viel mehr, es hat so eine leise aber doch existente Community, die einen, egal wo es uns auf der Welt hin verschlägt, auffängt, tolerant willkommen heißt und liebevoll aufnimmt.
So ist es mir auch in München und Kitzbühel ergangen, wo ich doch an beiden Orten anfangs niemanden kannte und mich durch die Yogis ohne viele Worte offen und wohlwollend integriert gefühlt habe.

‚Om’ ist für mich weit mehr als eine spirituelle Silbe im Sanskrit oder eine Sportart, die meiner Seele und meinem Körper gut tut...
...es ist vor allem eine besonders wertvolle Zeit mal ganz für mich.

Eure Bibi

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